Jahrestag des Novemberprogroms: "Gedenken bleibt dauerhafter Auftrag"
OÖ/LINZ. Österreich gedenkt der Progrome gegen die jüdische Bevölkerung in der Nacht von 9. auf 10. November 1938. „Das Gedenken an das Novemberpogrom des Jahres 1938 bleibt für uns alle ein dauerhafter Auftrag“, so Landehauptmann Thomas Stelzer. „Dieser Auftrag lautet, jede Art von Terror und Gewalt zu ächten und menschenverachtendem Ungeist entschieden entgegenzutreten.“

Es sei der nationalsozialistische Ungeist, der vor 82 Jahren die Gewalt gegen jüdische Mitmenschen und jüdische Einrichtungen flächendeckend organisiert hat und damit die Spirale des NS-Terrors weitergedreht habe. Die Pogromnacht habe das Ziel des Nationalsozialismus erstmals öffentlich gezeigt: Nämlich die Vernichtung aller jüdischen Bestandteile der Gesellschaft, egal ob es sich um Menschen, Gotteshäuser oder Geschäfte handelte.
„Hass und Intoleranz haben keinen Platz“
„Am heutigen Gedenktag verneigen wir uns mit Respekt vor den Opfern des Nationalsozialismus. Insbesondere gilt es, als Lehre aus der Vergangenheit, deutlich zu machen, dass Hass und Intoleranz keinen Platz in unserem Land haben, weil sie Gewalt gegen Mitmenschen nach sich ziehen. Wer daher versucht, diesem Ungeist – von welcher Seite auch immer – in unsere Gesellschaft zu tragen muss damit rechnen, dass ihm genau diese Gesellschaft entschlossen entgegentritt“, betont der Landeshauptmann anlässlich des Jahrestages.


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