„Pakt für Linz“: Nachbarschafts-Initiativen werden weiter ausgebaut
LINZ. Im Rahmen des laufenden zweiten Lockdowns wurden in Linz jetzt die größten Nachbarschaftshilfen-Initiativen der Stadtteile aus dem Frühjahr neu belebt. Diese werden unter dem „Pakt für Linz“ zudem zentral koordiniert und laufend erweitert.

„Es geht in diesen Tagen schon wieder um die Absicherung des Alltagslebens, zusätzlich kommt jedoch auch das Element der sozialen Vereinsamung dazu. Vor allem ältere oder erkrankte Menschen sowie Linzer, die Risikogruppen angehören, profitieren von den Hilfsangeboten“, begründet Bürgermeister Klaus Luger die Re-Aktivierung der Nachbarschaftshilfen in den Stadtteilen.
Im Rahmen des Innovationshauptplatzes beschäftigt sich mit Andrea Martinovic eine eigene Mitarbeiterin als „Schnittstelle“ zu den Nachbarschaftshilfe-Gruppen mit der Koordination. „Größere Gruppen in Linz werden zusammengebündelt und von uns aus koordiniert, so werden wir neben den klassischen Einkaufshilfen etwa auch Nachhilfeunterricht oder die Beschaffung von Computern vermitteln“, kündigte diese an.
Hausbesorger der Wohnungsgesellschaften mit eingebunden
„Wir werden auch viele Hausbesorger der städtischen Wohnungsgesellschaft GWG und der Neuen Heimat in dieses System mit einbinden, treten auch direkt an Nahversorger und Apotheken heran mit Informationen über Flyer und Plakaten“, betont der Linzer Bürgermeister und ergänzt: „Wir wollen zeigen, dass wir jene nicht am Rande der Gesellschaft stehen lassen, die es jetzt sehr schwierig haben.“
Spazierengehen mit älteren Menschen
Einen besonderen Aspekt erwähnt Luger noch: „Eine Tätigkeit kann etwa das Spazierengehen mit älteren Menschen sein – und zwar wegen der Kommunikation, nicht wegen des Luftschnappens. Denn Einsamkeit ist eines der schlimmsten Gefühle, das Menschen wahrscheinlich haben. Hier geht es dazu, den Kontakt zu intensivieren.“
Aufruf an die Linzer Bevölkerung
Abschließend teilte der Stadtchef eine Bitte an die Linzer Bevölkerung mit: „Schließen Sie sich den vorhandenen Initiativen an oder werden Sie selbst und mit Gleichgesinnten aktiv in Ihren Stadtteilen, wo es vielleicht noch keine Initiativen gibt.“


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