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OÖ. Für viele Oberösterreicher ist ein stabiler und verlässlicher öffentlicher Verkehr eine wichtige Säule, um die täglichen Mobilitätsbedürfnisse erfüllen zu können. Aus diesem Grund stellt der OÖVV den Fahrgästen auch während des Lockdowns ein bis auf wenige Ausnahmen uneingeschränktes Fahrplanangebot bei Regionalbussen, Regionalzügen und Lokalbahnen zur Verfügung. Teilweise umfangreichere Einschränkungen gibt es hingegen beim Fahrplanangebot in Linz, Wels und Steyr.

 (Foto: OÖVV)
(Foto: OÖVV)

„Ein stabiler, verlässlicher und qualitätsbeständiger öffentlicher Verkehr ist der Garant für zahlreiche Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher, sicher von A nach B zu gelangen. Das soll sich auch in Zeiten des zweiten Lockdown nicht ändern“, unterstreicht Landesrat für Infrastruktur Günther Steinkellner.

Uneingeschränktes Fahrplanangebot im Nah- und Regionalverkehr

Bei allen Regionalbussen, Nah- und Regionalverkehrszügen der ÖBB und Lokalbahnen von Stern & Hafferl steht den Fahrgästen auch während des verschärften Lockdowns das volle Fahrplanangebot zur Verfügung.

Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner: „Es ist wichtig, dass den Menschen, die in den nächsten Wochen nicht zuhause bleiben können und die auf den öffentlichen Verkehr angewiesen sind, das volle Fahrplanangebot zur Verfügung steht. All jene, die durch das Virus nun Herausforderungen zu meistern haben, beispielsweise außerhalb der Normalzeit fleißig und hart zu arbeiten, sollen nicht noch zusätzliche Belastungen durch eingeschränkte Verkehrsverbindungen erfahren müssen. In diesen unübersichtlichen Zeiten gilt es, ein wichtiges Zeichen der Beständigkeit zu setzen“.

Die einzigen Rücknahmen beim uneingeschränkten regionalen Verkehrsangebot betreffen zum einen die Verstärkerbusse auf den Schülerlinien. Im regulären Fahrplanangebot sind ausreichend große Kapazitäten für die Schüler, die das Betreuungsangebot in den Schulen wahrnehmen müssen, vorhanden. Der OÖ Verkehrsverbund bittet die Schüler, die seit heurigem Schulbeginn mit einem Verstärkerbus unterwegs waren, sich in der Fahrplanauskunft auf der OÖVV Website oder in der OÖVV INFO App über das reguläre Fahrplanangebot zu informieren.

Bis auf weiteres eingestellt wird auch der Betrieb der Linie 563, dem sogenannten „Nachtschwärmer“, im Raum Vöcklabruck. Dieser existiert ausschließlich für den nächtlichen Freizeitverkehr, der aufgrund der Ausgangsbeschränkungen aber komplett wegfällt.

Im nationalen Fernverkehr haben die ÖBB vorerst keine, über die vergangene Woche kommunizierte Notvergabe auf der Weststrecke hinausgehenden Einschränkungen vorgesehen.

Teils umfangreichere Einschränkungen in Linz, Wels und Steyr

Beim Fahrplanangebot in den Städten Linz, Wels und Steyr gibt es teilweise umfangreichere Einschränkungen als im Regionalverkehr. Details finden die betroffenen Fahrgäste auf den Websites der Linz AG Linien, der Wels Linien und der Stadtbetriebe Steyr.

Linz:

Bei den Linz AG Linien kommen ab 17. November Fahrplananpassungen auf Intervall-Basis des Ferienfahrplans zum Einsatz.

Wels:

Bis auf wenige Ausnahmen sind die Wels Linien nach Normalfahrplan wie an Schultagen unterwegs. Verstärkerbusse für den Schulverkehr werden vorübergehend eingestellt. Abendlinien werden ab 18. November eingestellt. Nach Betriebsende steht den Fahrgästen noch das „WEST Taxi“ zur Verfügung.

Steyr:

  • Ab 17. November fährt der Steyrer Stadtbus im eingeschränkten Betriebsmodus.
  • Hauptlinien 1, 2a, 2b, 3b, 4 und 9 ganztägig im ½-Stunden-Takt
  • keine Änderungen bei Nebenlinien 3a, 6, 7 und 8
  • bei Linien 1, 2/4, 2b und 3 letzte Abfahrt um 19.30 Uhr.
  • Linie 5 ganztägig im 1-Stunden-Takt
  • Samstag: Hauptlinien (1, 2a, 2b, 3b, 9) im ½-Stunden-Takt; Linie 4 Tabor über Steyrdorf entfällt; übriger Linienverkehr nach Normalfahrplan
  • kein Fahrbetrieb am Sonntag
  • eigene Schulbusse werden eingestellt – für Schüler stehen Steyrer Linienbusse zur Verfügung

Sicherheits- und Hygienevorschriften einhalten

“Eine Studie aus England hat vor kurzem bestätigt, dass der ÖV auch in Zeiten des Corona-Virus mit den bestehenden Hygienekonzepten und Sicherheitsvorschriften sehr sicher ist”, so Steinkellner. Für all jene, die täglich mit dem ÖV reisen, wird darum ersucht, sich eindringlich an die bestehenden Sicherheitsvorschriften zu halten und aufeinander Rücksicht zu nehmen.

Es gilt:

  • Mund-/Nasenschutz-Pflicht in allen öffentlichen Verkehrsmitteln, an Haltestellen, Bahnsteigen, Bahnhöfen und Busterminals.
  • Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keinen MNS tragen können, müssen dies mit einer ärztlichen Bestätigung belegen können. Mitarbeiter der Verkehrsunternehmen sind berechtigt, ärztliche Bestätigungen von Fahrgästen zu kontrollieren.
  • Sofern aufgrund der Fahrgastanzahl möglich, muss in öffentlichen Verkehrsmitteln, an Haltestellen, Bahnsteigen, Bahnhöfen und Busterminals auch ein Meter Abstand zu Menschen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, eingehalten werden.

Stoßzeiten vermeiden und Ticket vor Fahrtantritt kaufen

Damit soziale Kontakte auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln so weitgehend wie möglich reduziert werden können, ersucht der OÖ Verkehrsverbund alle Personen, die nicht unbedingt während der Stoßzeiten mit den Öffis fahren müssen, auf frühere oder spätere Zeiten auszuweichen. Vor allem zwischen 7 und 8 Uhr sollten wirklich nur die Fahrgäste den öffentlichen Verkehr nutzen, die keine Alternativmöglichkeit haben.

Um auch beim Fahrkartenverkauf sozialen Kontakt möglichst zu vermeiden, sollen Fahrkarten bereits vor Fahrtantritt online zum Beispiel mit der OÖVV INFO App oder an Fahrkartenautomaten gekauft werden.

„Bitte nehmen Sie bei Ihrer Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln aufeinander Rücksicht, halten Sie die Sicherheits- und Hygienevorschriften der Bundesregierung ein und schützen Sie damit sich selbst und andere! In Zeiten wie diesen müssen wir alle zusammenhalten und auf einander schauen – bitte helfen Sie dabei mit!“, appelliert Herbert Kubasta, Geschäftsführer der OÖ Verkehrsverbund Gesellschaft, abschließend an die Fahrgäste.


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