Hausbesorger als Ansprechpartner in Zeiten von Corona

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Jürgen Affenzeller Jürgen Affenzeller, Tips Redaktion, 23.11.2020 17:16 Uhr

LINZ. Neben zahlreichen Nachbarschaftshilfen geben auch die Hausbesorger und –betreuer der GWG ihr Bestes, um „ihre“ Mieter zu unterstützen.

Auch der zweite Lockdown infolge der Corona-Pandemie zeigt auf, wie stark der Zusammenhalt in der Lebensstadt Linz ist. So wurden auf Vermittlung der Plattform www.innovationshauptplatz.linz.at nicht nur mehr als 30 Initiativen zur Nachbarschaftshilfe gegründet. Auch bei der städtischen Wohnungsgesellschaft GWG, mit über 19.500 Wohnungen die größte gemeinnützige Wohnungsgesellschaft in Oberösterreich, wird Nachbarschaftshilfe großgeschrieben.

So geben die GWG-HausbesorgerInnen und Hausbetreuer ihr Bestes, um „ihre“ MieterInnen zu unterstützen. Vor allem ältere, alleinstehende oder ansonsten „unbetreute“ Menschen wurden schon während des ersten Lockdowns von den Hausbesorgern mit Gütern des täglichen Bedarfs um- und versorgt. 

Luger: „Direkten Zugang zu den Bewohnern“

„Die Hausbetreuer haben einen direkten Zugang zu den Bewohnern und kennen ihre Sorgen und Nöte auf Grund lang gepflegter Kontakte. Besonders in Krisenzeiten wie der aktuellen Pandemie können sie daher rasch und effizient zur Unterstützung der Menschen beitragen“, informiert Bürgermeister Klaus Luger. 

Menschliches Element kann durch nichts ersetzt werden

Für den GWG-Aufsichtsratsvorsitzenden Gemeinderat Dietmar Prammer ist dies ein Grund mehr, auch weiterhin verstärkt auf den Einsatz von Hausbetreuer zu setzen: „Es zeigt sich eben gerade in diesen Tagen, wie wertvoll ein persönlicher Kontakt sein kann, wenn es um das Zusammenleben geht. Eine Reinigungsfirma kann zwar für Sauberkeit im Stiegenhaus sorgen, aber das menschliche Element einer Hausbesorgerin oder Hausbetreuerin kann durch nichts ersetzt werden!“

„Neben der Nachbarschaftshilfe stehen der Aufbau von Kontakten und der Abbau von Konflikten an vorderster Stelle für das Gemeinschaftsleben in unseren Wohnanlagen“, sagt GWG-Geschäftsführer  Nikolaus Stadler. 

Katalysatorwirkung für die Nachbarschaftshilfe 

Oft sind es auch die Hausbesorger bzw. Hausbetreuer, die durch ihr Vorbild die Bewohner zu verstärktem Engagement in der Corona-Krise anregen. So kommt ihnen gleichsam Katalysatorwirkung bei der Ankurbelung direkter Nachbarschaftshilfe und bei der Gründung neuer Initiativen zur gegenseitigen Unterstützung durch die Bewohner selbst zu.

Gesprächspartner bei Sorgen

Oft ist es hilfreich, wenn Menschen in den Hausbesorgern Partner finden, mit denen sie über ihre Sorgen reden können. Diese Gespräche „über den Zaun“, also in gebührendem Abstand, dienen auch dazu, vor allem ältere und alleinstehende Bewohner ein wenig in ihrer Einsamkeit aufzumuntern. Besonders während des Lockdowns sollte bekanntlich diese Personengruppe so wenig wie möglich die angestammte Hausgemeinschaft verlassen. 

Wunsch nach direkter Hausbetreuung 

Vier von fünf Mietern der GWG wünschen sich Hausbesorger oder Hausbetreuer als fixe Ansprechpersonen. Mehrere Umfragen der GWG zu diesem Thema haben dies gezeigt. Bei der Vergabe der Reinigungsleistungen an Firmen wird die Betreuung sehr oft als ungenügend empfunden.  

Die GWG betreut über 19.500 Wohnungen, die sich auf etwas mehr als 1.900 Stiegenhäusern verteilen, davon werden 8.700 Wohnungen (ca. 45 Prozent) durch Hausbesorger oder Hausbetreuer serviciert. Die Stiegenhäuser und Allgemeinflächen von 9.300 Wohnungen (48 Prozent) werden von Reinigungsfirmen betreut und die BewohnerInnen von 1.500 Wohnungen (7 Prozent) haben sich für eine Eigenreinigung entschieden. 

130 Hausbesorger/ Hausbetreuer bei der GWG

Hausbetreuer und Hausbesorger sind Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die ein Arbeitsverhältnis zur Reinhaltung, Wartung und Beaufsichtigung von Häusern abgeschlossen haben. Die GWG beschäftigt derzeit 90 Hausbesorger mit Altverträgen und 40 Hausbetreuer. Für Neubau-Wohnanlagen wird versucht, schon beim Bezug eine Hausbetreuerin oder einen Hausbetreuer einzusetzen.

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