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Vergewaltigungs-Vorwürfe gegen ÖVP-Politiker: Mandat ruhend gestellt

Online Redaktion, 16.12.2020 14:27

OÖ/WELS. Am 14. Jänner beginnt am Welser Landesgericht ein Prozess gegen einen OÖVP-Landtagsabgeordneten und Bürgermeister, dem äußerst schwere Vorwürfe gemacht werden. Laut Anklage geht es um drei Fälle von Vergewaltigung und um zwei Fälle von sexueller Belästigung zwischen 2014 und 2016. Der beschuldigte Politiker weist über seinen Anwalt alle Vorwürfe zurück, hat dennoch mittlerweile sein Landtagsmandat ruhend gelegt.

Am 14. Jänner ist der Prozess-Start am Landesgericht Wels geplant. (Foto: Volker Weihbold)
Am 14. Jänner ist der Prozess-Start am Landesgericht Wels geplant. (Foto: Volker Weihbold)

Die Vorwürfe sind heftig: Der Angeklagte soll eine Mitarbeiterin in der Zeit von 2014 bis 2016 dreimal vergewaltigt und zweimal sexuell belästigt haben.

Ab 14. Jänner muss sich der Politiker wegen mehrfacher Vergewaltigung, sexueller Belästigung und Verleumdung am Landesgericht Wels verantworten. Er streitet jeglichen Vorwurf und auch eine einvernehmliche sexuelle Beziehung mit der Mitarbeiterin ab - es gilt die Unschuldsvermutung. Laut OÖN aber soll die Staatsanwaltschaft ein Taschentuch vorliegen haben, das DNA-Spuren von dem Beschuldigten und der Mitarbeiterin aufweist. Die Gerichtsmedizin Salzburg habe die Spuren als Sperma und Scheidensekret bestimmt.

Angeklagter legt Mandat ruhend

Wie der OÖVP-Landtagsclub Dienstagabend mitteilte, legt der beschuldigte Politiker sein Amt ruhend. „Er hat mich informiert, dass er aufgrund der gegen ihn erhobenen Anklage sein Mandat bis zum Abschluss des Verfahrens ruhend legt, um seine Familie zu schützen und sich voll auf sein Verfahren konzentrieren zu können. Die Bezüge werden einer sozialen Einrichtung gespendet“, gab OÖVP-Klubobmann Christian Dörfel bekannt.


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