Linzer Bürgermeister: "Ich trage einen weiteren Lockdown mit"
LINZ. Ob der nach wie vor hohen Zahlen, kann sich auch der Linzer Bürgermeister einen neuerlichen Lockdown vorstellen. Er spricht sich zudem für eine weitere Testwelle aus. Kritik kommt von der Linzer FPÖ.

Einmal mehr auf gemeinsamer Linie mit dem Land OÖ sieht sich heute der Linzer Bürgermeister Klaus Luger: „Ich trage einen weiteren Lockdown mit. Offenbar haben die bisherigen Maßnahmen nach wie vor nicht die Wirkung erzielt, die uns einen solchen Schritt ersparen würde“, so das Linzer Stadtoberhaupt.
Test als Bürgerpflicht
Zugleich fordert Klaus Luger neue Wege im neuen Jahr: „Wenn wir neuerlich Massentests durchführen sollen, dürfen wir uns nicht mit einem dermaßen enttäuschenden Ergebnis wie beim ersten Mal zufrieden geben“, meint der Linzer Bürgermeister. Es liege in der Verantwortung jeder und jedes Einzelnen, im ersten Quartal 2021 weitere Beschränkungen für alle vermeiden zu helfen: „Daher sehe ich es als eine Bürgerpflicht für alle an, das Angebot eines kostenlosen Tests auch tatsächlich in Anspruch zu nehmen. Ansonsten werden wir uns auch im Neuen Jahr von Lockdown zu Lockdown hanteln, ohne Aussicht auf baldige Normalität“, ist Klaus Luger überzeugt.
Luger gegen Belohnung für Teilnahme
Aus diesem Grund lehnt er monetäre Belohnungen für die Teilnahme ab: „Das wäre einerseits ein Affront sowohl gegenüber jenen, die bereits bislang ihrer Verantwortung nachgekommen, als auch gegenüber jenen, die freiwillig bei der Durchführung helfen. Auf der anderen Seite ist auch nicht einzusehen, dass eine ohnehin so einfach gemachte Pflichterfüllung speziell belohnt werden soll“, meint Luger. Dafür sollte mit den Tests bereits am 7. Jänner begonnen werden, um allen ausreichend Zeit für die Teilnahme zu bieten.
Forderung: Quarantäne bei Nicht-Testung
Anstelle von Geldgeschenken für das Sich-Testen-Lassen schwebt dem Linzer Stadtoberhaupt eine Alternative vor, wie sie in anderen Ländern bereits praktiziert wurde: „Wer der Meinung ist, er oder sie müsse nicht an Massentests teilnehmen, soll zum Schutz der Gesellschaft für zehn Tage in Quarantäne geschickt werden“, setzt Bürgermeister Klaus Luger auf deutliche Signale für die Unumgänglichkeit der Massentests.
FPÖ kategorisch gegen Vorschlag
„Zwangsmaßnahmen bei ´freiwilligen´ Massentests lehnen wir Freiheitliche kategorisch ab. Zahlreiche andere Länder haben längst erkannt, dass Massentests nichts bringen. In Linz hingegen fordert der Bürgermeister die Test-Pflicht durch die Hintertür“, lehnt der Obmann der Linzer Freiheitlichen, Vizebürgermeister Markus Hein, den Vorschag des Bürgermeisters kategorisch ab. Noch vor wenigen Tagen habe sich Luger mit dem Motto „Klasse statt Masse“ gegen Massentestungen ausgesprochen. „Plötzlich will er nun Linzer bestrafen, die beim Massentest nicht teilnehmen wollen. Dieser Zick-Zack-Kurs trägt nur zu noch stärkerer Verunsicherung in unserer Heimatstadt bei. Gerade jetzt bräuchten die Linzer jedoch eine klare und verständliche Linie“, so Hein, der sich gegen Massentests ausspricht.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden