Brückenbau: "Das schauma uns heid an!"
LINZ. Jung und Alt sind heute auf der Linzer Donaulände anzutreffen. Viele wollen sich das Schauspiel auf der Donau vor Ort nicht entgehen lassen. Neben denen, die die Vorgänge der Neuen Donaubrücke nur während dem Spazierengehen beobachten, zeigen manche, trotz der noch eher niedrigen Temperaturen, ein größeres Durchhaltevermögen beim Anbringen des letzten Brückenbogens.

„Wir bleiben bis zum bitteren Ende!“ Das haben sich die fünf Linzer Studenten und Studentinnen, die seit 9 Uhr den Arbeiten an der Donaubrücke zusehen, zumindest vorgenommen. Mit Campingsessel und Getränken haben sie sich links neben den Brückenstandort auf der Linzer Donaulände platziert. „Da wir noch Ferien haben und sich ja sonst gerade nicht so viel tut in Linz, haben wir uns gedacht: Das schauma uns heid an!“ Auch wenn dabei Geduld gefragt ist, immerhin ist das 2.850 Tonnen schwere Bauteil nicht so schnell in die richtige Position gebracht, sind sie mit ihrem Interesse definitiv nicht alleine.
Hocker, Hut und Jause
Ein paar Meter weiter betrachtet auch Marianne Bamminger aus Puchenau mit ihren Begleitern das Spektakel. „Auch wir sitzen hier schon seit 9 Uhr und wollen zumindest noch sehen, wie der Brückenbogen in die richtige Position gebracht wird. Meine Verwandten sind auch extra deswegen aus Haag gekommen, um sich das mit uns anzusehen.“ Ebenfalls ausgestattet mit Hocker, Hut und Jause beobachten sie den sich langsam bewegenden Brückenbogen. „Das Einschwimmen des ersten Brückenbogens haben wir uns schon von der Urfahraner Seite aus angesehen. In Puchenau lässt die neue Brücke ja noch ein bisschen auf sich warten, deswegen sind wir einfach begeistert, wie schnell das in Linz jetzt gegangen ist.“
Für zahlreiche Zuschauer und viel Gesprächsstoff sorgt das große Bauwerk auf alle Fälle. Egal in welche Richtung man heute entlang der Donau geht, kaum eine Unterhaltung wird ohne das Wort „Brücke“ geführt.


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