Ordnungsdienst rettete jungen Mann auf Nibelungenbrücke
LINZ. Vergangenen Donnerstag retteten zwei Mitarbeiterinnen des Ordnungsdienstes einem jungen Mann das Leben. Er machte zuvor Andeutungen, Suizid begehen zu wollen.

Letzten Donnerstag bemerkten zwei Mitarbeiterinnen des Linzer Ordnungsdienstes, die im Neuen Rathaus patrouillierten, einen weinenden jungen Mann. Sie fragten nach seinem Wohlbefinden und boten ihm ihre Hilfe an. Er lehnte jedoch ab und machte Andeutungen, aus dem Leben scheiden zu wollen. Anschließend verließ er das Neue Rathaus in Richtung Nibelungenbrücke. „Wir haben ihn aber natürlich nicht aus den Augen gelassen“, erzählen die Ordnungsdienst-Mitarbeiterinnen. Als sie beobachteten, dass sich der Mann auf die Brüstung der Nibelungenbrücke stellte, liefen sie hinterher und verständigten die Polizei. „Glücklicherweise konnten wir ihn in letzter Sekunde stoppen. Sofort haben wir ihn in ein Gespräch verwickelt, um ihn von einem Sprung abzuhalten. Wir konnten ihn bis zum Eintreffen der Polizei ablenken. Er wurde schließlich in Absprache mit dem Amtsarzt von Rettungskräften weggebracht“, erinnern sich die Lebensretterinnen.
Raml: „Menschlichkeit im Umgang mit Linzern und Linzerinnen“
Von einem „besonnenen Eingreifen“ spricht der Linzer Sicherheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ), der sich bei den Ordnungsdienst-Mitarbeiterinnen bedankte. „Eine große Tragödie wurde in letzter Sekunde verhindert. Diese Menschlichkeit im Umgang mit den Linzerinnen und Linzern zeichnet die wichtige Arbeit des Ordnungsdienstes besonders aus“, hält er fest.
Rat und Hilfe zur Bewältigung von Krisensituationen bieten in Oberösterreich unter anderem die Krisenhilfe OÖ und verschiedene Selbsthilfegruppen.
Krisenhilfe Oberösterreich
Tel.: 0732 21-77 (Notruf), täglich 0–24 Uhr Telefonische Hilfe bei psychischen Krisen rund um die Uhr für Anruferinnen/Anrufer aus ganz Oberösterreich. Online-Beratung möglich. Auch mobile Einsätze - Hilfe vor Ort. Online unter www.krisenhilfeooe.at.
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