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LINZ. Fast 3.500 Mal rückte die Berufsfeuerwehr im Jahr 2020 aus und damit seltener als im Jahr davor. Die Ausnahmesituation rund um Corona erforderte jedoch Ausnahmeleistungen.

Symbolfoto (Foto: Weihbold)
Symbolfoto (Foto: Weihbold)

Durchschnittlich zehn Einsätze pro Tag absolvierte im Vorjahr die Mannschaft der Berufsfeuerwehr Linz. Insgesamt 3.463 Mal (2019: 4.275 Mal) rückte das erfahrene Team aus, um Menschen und Tieren zu helfen. „Die Rückgänge der Einsatzzahlen waren auch bedingt durch den ersten Lockdown“, so Branddirektor Christian Puchner. Die technischen Einsätze machen mit 2.174 den Hauptteil der zu bewältigenden Arbeit aus. Die Einsatzkräfte retteten oder bargen im Vorjahr 588 Personen, davon 174 Menschen aus defekten Aufzügen und 17 nach Verkehrsunfällen. Wegen Unfallverdacht öffneten die Feuerwehrmänner 350 Wohnungen. 537 Einsätze betrafen Tiere, davon 90 wegen Bienen, Wespen und Hummeln. 341 Tiere wurden aus Notlagen befreit. Von den 1.289 Brandeinsätzen gingen 803 Alarme über angeschaltete Brandmeldeanlagen ein. Insgesamt galt es im Vorjahr, 411 Brände – um knapp 20 Prozent mehr als 2019 – zu löschen. Vier Freiwillige Feuerwehren und acht Betriebsfeuerwehren unterstützen die Berufsfeuerwehr Linz bei der Bewältigung der Aufgaben: So rückte die FF Ebelsberg 47 Mal, die FF St. Magdalena 69 Mal, die FF Pichling 74 Mal und die FF Pöstlingberg 67 Mal aus.

Corona als besondere Herausforderung

Das Corona-Jahr brachte zudem mit 14-Tage-Dienstschichten und dem Corona-Krisenstab besondere Herausforderungen: „Niemand hat sich gedacht, wie wichtig die Feuerwehr in einer Gesundheitskrise ist“, so Feuerwehrreferent Stadtrat Michael Raml. „Wir hatten im Dezember sehr sehr kurzfristig die Massentests zu organisieren und wie immer war auf die Kameraden Verlass und sie waren zur Stelle.“


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