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Online Redaktion, 27.04.2021 08:08

LINZ. Ab 19. Mai gibt es nach mehr als einem halben Jahr Lockdown in den Bereichen Gastronomie, Tourismus, Kultur und Sport langersehnte Öffnungsschritte, wenn auch mit klaren Auflagen. Tips hat sich in den Branchen umgehört.

Natürlich freut sich auch die Gastro, ihre Gäste wieder bei Tisch willkommen zu heißen. (Foto: Volker Weihbold)

Die Grundvoraussetzung für fast alle Bereiche wird der „Grüne Pass“: Man muss entweder getestet, genesen oder geimpft sein. Zudem wird weiter auf Abstand, Registrierungs- und Maskenpflicht gesetzt. „Sperrstunde“ wird um 22 Uhr sein, in der Gastro sind drinnen vier Personen (plus Kinder) am Tisch erlaubt, draußen bis zu zehn Personen. Bei Veranstaltungen in Kultur wie Sport wird auf halbe Platzkapazität reduziert, Outdoor maximal 3.000, Indoor bis zu 1.500 Personen. Mannschafts- und Kontaktsportarten sind wieder erlaubt. Auch Indoor-Sport ist möglich. Pro Person müssen 20 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen.

„Längst überfällig“

Für Bürgermeister Klaus Luger war die „klare Perspektive für eine Öffnung und Normalisierung des Lebens längst überfällig, auch, um die Bevölkerung wieder zur Einhaltung der weiterhin notwendigen Regeln zu gewinnen. Ausschlaggebend wird nun sein, dass die Bundesregierung die Zeit bis zum 19. Mai gut nutzt, um die rechtlichen Grundlagen und Begleitmaßnahmen auf gute Beine zu stellen.“ Zentral sei ein ausreichendes Testangebot sowie gutes Contact-Tracing.

Kultur fiebert motiviert der Öffnung entgegen

Auch wenn für den Künstlerischen Vorstandsdirektor der Liva und Brucknerhaus-Intendant Dietmar Kerschbaum die Öffnung im Kultursektor zu spät kommt, „wir sind positiv gestimmt und gut vorbereitet“, verweist er auf fix fertig vorliegende Sicherheitskonzepte für Brucknerhaus, Posthof, Kuddelmuddel und im Liva-Sportbereich. Ökonomisch würden sich die Vorstellungen mit eingeschränkter Besucheranzahl im Brucknerhaus zwar nicht rechnen, „wir haben aber alle eine Verpflichtung, auch in diesen Zeiten muss man sich das leisten“, so Kerschbaum. Beim Kartenverkauf merke man aber schon, dass auch das Publikum positiv in Richtung Frühsommer blicke. Im Großen Saal des Brucknerhauses finden mit den Kapazitäts-Einschränkungen rund 700 Personen Platz.

Etwa 600 Plätze sind es, die das Landestheater im Großen Saal des Musiktheaters anbieten kann. Angesichts der Umstände sei man aber grundsätzlich zufrieden mit den Vorgaben. „Es ist für das Landestheater praktikabel, es ist zwar sehr sportlich, da so kurzfristig, aber die Freude, für unser Publikum live da sein zu können, motiviert uns alle so sehr“, so Intendant Hermann Schneider.

Sport drinnen und draußen

Auch bei den Linzer Sportvereinen freut man sich über die Öffnungsschritte. „Für uns bedeutet das wieder ein Aufleben“, so ASKÖ Ebelsberg-Obmann Mario Weindl. „Es ist für uns allgemein eine große Erleichterung.“ Besonders gut seien die Öffnungsschritte für die Hallensportarten. Diese konnten mittlerweile schon beinahe ein Jahr nicht mehr ausgeübt werden. Dementsprechend rechnet Weindl auch mit einem Mitgliederverlust. Seine große Hoffnung ist es, dass die angekündigte Regelung Bestand haben wird. „Umplanen ist oft nicht so einfach mit 600 Mitgliedern.“ In jedem Fall werde man sich bemühen, das Beste aus der Situation zu machen: „So wie es kommt, so kommt es.“

Es darf getanzt werden

Große Freude über die Öffnung herrscht auch in der Tanzschule Dancing World. Die Tanzschule ist im Vorjahr nach Urfahr übersiedelt und hatte seither noch keinen Tag in der neuen Location geöffnet. „Unsere Kunden erwartet sozusagen ein unberührtes Tanzparkett“, lacht Alexander Kreissl. Los geht's gleich mit 19. Mai mit Workshops und Spezialwiederholungskursen. Mit einer Tanzfläche von knapp 300 Quadratmetern sieht Kreissl auch in der 20 Quadratmeter-Regel pro Person kein Problem.


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