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LINZ. Die steigenden Temperaturen der vergangenen Jahre machten vor dem Linzer Stadtmuseum Nordico nicht Halt. Das ist nicht nur für Besucher, sondern auch für die ausgestellten Kunstwerke belastend. Um dieser Entwicklung entgegenzutreten, werden Bäume auf dem Vorplatz gepflanzt und Kletterpflanzen an der Fassade angebracht.

  1 / 2   von links: Georgos Nikolaidis, Besitzer des griechischen Lokals Orpheus und Bürgermeister Klaus Luger zeigen den Vorplatz des Nordico, der neue Bäume bekommt. (Foto: Stadt Linz/Dworschak)

Der Linzer Gemeinderat sicherte den Museen der Landeshauptstadt 86.000 Euro für das Projekt „Gegen Hitzeinseln in der Stadt“ zu. „Ziel des Projekts ist die Begrünung des Nordico-Vorplatzes und damit die Verbesserung der Freiraumqualität. Dies hilft auch mit, den Gastgarten des dort ansässigen Restaurants zu attraktivieren. Der städtische Klimafonds hilft mit, dieses Projekt rascher realisieren zu können“, führt Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) aus.

Schatten und kühlerer Vorplatz

Im Detail sollen im Herbst Bäume gepflanzt werden. An der Fassade des Stadtmuseums werden Kletterpflanzen angebracht, der bestehende Baumbestand wird um sechs Amberbäume, einen Lederhülsenbaum sowie 14 Schirmplatanen ergänzt. Die Kronen der Schirmplatanen dienen als natürliche Schattenspender und sollen auf diese Weise den Vorplatz des Museums kühlen. Weitere Vorteile sind, dass die Sichtbarkeit des Museums bestehen bleibt, die Artenvielfalt höher wird und mit den neuen Bäumen Lebensraum und Nahrungsquelle für Insekten und Vögel entsteht. Zusätzlich wird stellenweise der Pflasterbelag aufgebrochen in zirka 50 Zentimeter tiefe Pflanzenbeete umgewandelt. Zu den Begrünungsaktivitäten ist 2022 auch eine Ausstellung geplant.

„Durch die Begrünung soll der Platz klimatisch und gestalterisch eine völlig neue Aufenthaltsqualität bekommen und damit auch die Nutzung durch das Stadtmuseum verbessert werden. Der Vorplatz des Nordico soll zu einem neuen Treffpunkt mit Kulturambiente in der Stadt werden“, freut sich Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer bereits. Die Bäume sollen nach dem Schwammstadt-Prinzip, einem Konzept, das auf die Lebensbedingungen von Bäumen Wert legt, umgesetzt werden.


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