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Weitere Öffnung mit 1. Juli: Nachtgastro darf aufsperren, Maskenpflicht wird gelockert

Anna Stadler, 17.06.2021 09:39

OÖ/NÖ. Mit 17. Juni hat die Regierungen weitere Lockerungen präsentiert. Diese treten mit 1. Juli in Kraft und betreffen Veranstaltungen, Gastronomie sowie die Maskenpflicht.

Clubs und Co dürfen ihre Pforten öffnen (Foto: DisobeyArt/Shutterstock.com)
Clubs und Co dürfen ihre Pforten öffnen (Foto: DisobeyArt/Shutterstock.com)

„Wir können die nächsten Öffnungsschritte präsentieren, die mit 1. Juli stattfinden werden“, so Bundeskanzler Sebastian Kurz. Dies sei möglich, da die Situation derzeit eine „sehr gute“ sei – nicht nur in Österreich, sondern auch in anderen europäischen Ländern. „Wir werden mit 1. Juli die Sperrstunde wieder abschaffen. Alles was Spaß macht am Abende kann wieder gemacht werden“, so Kurz. Die Nachtgastronomie kann wieder öffnen.

Besucherbeschränkung fällt

Für Veranstaltungen fallen mit ab 1. Juli die Besucherbeschränkungen weg. Auch entfällt die 1-Meter-Abstandsregel. „Vor allem auch für den Bereich Gastronomie und Hotellerie ist der Wegfall der 1-Meter-Regel besonders wichtig“, betont Tourismus Ministerin Elisabeth Köstinger. Auch Hochzeiten können stattfinden. Die 3G-Regel – genesen, geimpft oder getestet – gilt weiterhin. Ab 100 Personen besteht für Veranstaltungen eine Anzeigepflicht, ab 500 Personen eine Bewilligungspflicht.

Maskenpflicht wird zurückgenommen

Auch die Maskenpflicht wird weiter zurückgenommen. „Die FFP2-Masken-Pflicht gilt dann nur mehr in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen“, erklärt Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein. Im Handel und den Öffis wird die FFP2-Maske durch einen Mund-Nasenschutz ausgetauscht. In der Gastronomie und auf Veranstaltungen müssen ab Anfang Juli keine Masken mehr getragen werden.

Keine Testpflicht für Kinder

Zudem kommt es für Eltern zu einer Erleichterung: Mit den Sommerferien finden die Testung in den Schulen nicht mehr statt. Damit dies nicht zu einer zusätzlichen Belastung für Eltern und Familien wird, entfällt ab 1. Juli die Testpflicht für unter 12-Jährige.

Weitere Lockerungen mit 22. Juli

„Wir haben das alle gemeinsam geschafft“, betont Mückstein und freut sich: „Es wird ein Sommer wie damals werden.“ Für 22. Juli kündigt die Bundesregierung weitere Öffnungsschritte an. „Solange es keine Mutation gibt, wo die Impfung nicht wirkt, können wir vorsichtig, aber entspannt sein“, so Kurz. Darunter falle auch die neue Delta-Variante – oft auch indische Mutation genannt. Diese ist um 60 Prozent ansteckender als die britische Variante, welche schon ansteckender als der Wildtyp war. „Sie scheint auch gefährlicher zu sein. Und sie ist in Österreich angekommen“, so MedUni-Vizerektor Oswald Wagner. „Jetzt kommt aber die gute Nachricht: Das Impfen hilft auch gegen die indische Variante. Die Experten sind der Meinung, dass die heute präsentierten Öffnungsschritte absolut vertretbar sind.“

Appell: Impfen schützt

Hinsichtlich dieser Lage appellieren sowohl der Experte als auch die Bundesregierung, sich impfen zu lassen. „Wir alle müssen davon ausgehen, dass es zu einer weiteren Welle kommt“, betont Kurz. „Jeder, der sich Impfen lässt, schützt sich individuell und leistet einen Beitrag zur Gesellschaft. Wer sich nicht impfen lässt, nimmt eine individuelle Gefährdung natürlich in Kauf.“ „Diese Impfung ist ein Wunder. Niemand hat damit gerechnet, dass die Impfung so gut wirkt und so sicher ist“, betont Wagner.


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