JKU verlieh Hans Riegel-Fachpreise an Maturanten
LINZ. Die Johannes Kepler Universität (JKU) Linz hat in Kooperation mit der Kaiserschild-Stiftung die Hans Riegel-Fachpreise für herausragende vorwissenschaftliche Arbeiten verliehen. 12 von 65 eingereichten Arbeiten wurden ausgezeichnet.

Zum bereits elften Mal wählte eine Fachjury die jeweils maximal drei besten Einsendungen aus, die Bezug zu den Unterrichtsfächern Chemie, Mathematik, Physik, Biologie oder Informatik haben. In diesem Jahr entschieden sich Professoren und Dozenten für sieben Schülerinnen und fünf Schüler aus insgesamt 65 Einreichungen. „Auch Covid-19 konnte die Begeisterung der Teilnehmer am Hans Riegel-Fachpreis 2021 nicht bremsen, wo hervorragende vorwissenschaftliche Arbeiten in den Mint-Fächern Biologie, Chemie, Physik sowie Informatik und Mathematik ausgezeichnet wurden. Die gewürdigten Arbeiten widmen sich wissenschaftlichen Fragen, die mit sehr anspruchsvollen Methoden beantwortet werden. Erkenntnis und auf Evidenz basierendes Handeln sind Grundsteine für das Gedeihen einer pluralistischen, offenen und toleranten Gesellschaft. Wir brauchen engagierte, leistungsbereite und durchaus kritische Schüler und Studierende, die wissenschaftlich rationales, wissensbasiertes Denken beherrschen und zum Vorteil aller anwenden“, sagt Kurt Schlacher, Dekan an der technisch-naturwissenschaftlichen Fakultät an der JKU. Das Team der Universität würde sich freuen, zukünftig alle Teilnehmer als Studierende an der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät zu begrüßen.
Vom Vermächtnis von Albert Einstein bis zu autonomen Fahrzeugen
Die ausgezeichneten Arbeiten beschäftigen sich unter anderem mit dem Leben, Wirken und Vermächtnis von Albert Einstein, mit der Entfernungsmessung im Weltraum anhand der Cepheiden-Methode, mit der ganzheitlichen Pflege und Betreuung von Frühgeburten, mit Schachmathematik oder mit dem Vergleich von Machine Learning-Algorithmen zur Anwendung in autonomen Fahrzeugen. Kriterien waren nicht nur das Ansammeln und Wiedergeben von Wissen aus Lehrbüchern, sondern vor allem das eigene Experimentieren und die kritische Auseinandersetzung mit praktischen Versuchen. Die Hans Riegel-Fachpreise sind in jedem Fach mit je 600 Euro für den ersten Platz, 400 Euro für den zweiten und 200 Euro für den dritten Platz dotiert. Darüber hinaus erhalten die Schulen der Erstplatzierten einen Sachpreis in Höhe von rund 250 Euro als Anerkennung der Betreuung der Arbeiten. Die Preise sollen Nachwuchskräfte bestärken, einen Bildungs- und Berufsweg im naturwissenschaftlichen oder technischen Bereich einzuschlagen.
Die Preisträger in den einzelnen Kategorien sind:
Mathematik
- Platz: Stefanie Haimböck vom BG/BRG Enns mit dem Thema „Schachmathematik - Logische Problemstellungen und deren Lösungsmethoden“
- Platz: Michael Hollnbuchner vom BRG Linz, Fadingerstraße mit dem Thema „Mathematische Beschreibung starrer Graphen und Analyse ihrer Eigenschaften“
- Platz: Magdalena Wögerbauer vom BRG Rohrbach mit dem Thema „(Un)bewusste Fehler im Umgang mit Statistik“
Physik
- Platz: Moritz Mayr vom Bischöflichen Gymnasium Petrinum Linz mit dem Thema „Entfernungsmessung im Weltraum mit der Cepheiden-Methode“
- Platz: Simon Gruber vom Europagymnasium Baumgartenberg mit dem Thema „Leben, Wirken und Vermächtnis Albert Einsteins”
- Platz: Felix Nerger vom BRG Linz, Hamerlingstraße mit dem Thema „Industrielle Computertomographie zur Porenanalyse von kohlenstoff-verstärkten Materialproben“
Chemie
- Platz: Melina Wiesinger vom BG/BRG Enns mit dem Thema „Daktyloskopie und Blutspurenanalyse in der Kriminaltechnik“
- Platz: Ada Stockhamer vom BG/BRG Gmunden mit dem Thema „Polymerchemie - Eigenschaften und Synthese von Polymerisaten“
Informatik
- Platz: Moritz Grammer vom BG/BRG Linz, Ramsauerstraße mit dem Thema „Vergleich von Machine Learning - Algorithmen zur Anwendung in autonomen Fahrzeugen“
Biologie
- Platz: Anja Schwab vom BG/BRG Freistadt mit dem Thema „Memory Masters: Committed to Memory - Scientific Evidence for the Efficacy of Mnemonic Techniques“
- Platz: Rhea Mayr-Geister vom BRG Schloss Wagrain mit dem Thema „Forensische Datierung des Todeszeitpunktes anhand necrophager Insekten“
- Platz: Antonia Engleder vom BORG Bad Leonfelden mit dem Thema „Ganzheitliche Pflege und Betreuung von Frühgeburten“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden