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LINZ. Am Dienstag, 6. Juli, zeichnete das Land Oberösterreich Linz als „Bienenfreundliche Gemeinde“ aus. Die Landeshauptstadt ist Lebensraum für ungefähr 100 Millionen Bienen. Diese wohnen nicht nur in Parkanlagen und öffentlichen Grünflächen, sondern auch in privaten Gärten oder Balkonen.

von links: Vizebürgermeister Bernhard Baier, Norbert Rainer vom Klimabündnis OÖ, Stadträtin Eva Schobesberger, Bürgermeister Klaus Luger, Gerlinde Larndorfer vom Klimabündnis OÖ und Klima-Landesrat Stefan Kaineder präsentieren die Auszeichnung "Bienenfreundliche Gemeinde" für Linz. (Foto: Stadt Linz)

Linz darf sich ab sofort „Bienenfreundliche Gemeinde“ nennen. Am Dienstag, 6. Juli, übergab Klima-Landesrat die Auszeichnung an Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ), den für Stadtgrün zuständigen Vizebürgermeister Bernhard Baier (ÖVP) sowie Umwelt-Stadträtin Eva Schobesberger (Grüne). „Bienen leisten einen entscheidenden Beitrag für die Lebensgrundlagen der Tier- und Pflanzenwelt, unser Stadtökosystem und unsere Ernährung. Wer glaubt, dass Bienen nur auf dem Land zu Hause sind, irrt. Alleine in Linz leben etwa 100 Millionen der Insekten“, führte Schobesberger bei der Übergabe der Auszeichnung aus. Bienen leisten etwa den Hauptanteil der Bestäubungsleistung für Nutzpflanzen, vor allem bei Obstbäumen. Darüber hinaus bestäuben sie den Großteil aller Pflanzen in der Natur, die sich ohne Insektenbestäubung nicht weiter vermehren könnten.

Bevölkerung kann Beitrag zu Bienenschutz leisten

Damit Bienen auch weiterhin in der Stadt leben würden und das Bienensterben aufgehalten werde, sei es laut Schobesberger nötig, Artenvielfalt zu sichern. Das könne etwa mittels Klima- und Biodiversitätsmaßnahmen geschehen. Auch die Bevölkerung könne einen Beitrag leisten, beispielsweise durch gezielte Bepflanzung auf dem Balkon.

„Es gibt viele Möglichkeiten, den Bienen im Stadtgebiet zu helfen, auch im kleinsten Garten, am Balkon oder sogar am Fensterbrett. Beispielsweise das Integrieren von Insektenfutterpflanzen im Garten, das Schaffen von Nisthilfen oder die Gestaltung eines Rückzugsortes für Insekten. Damit die Bienen auch in Zukunft gerne in Linz umherfliegen und ihrer Arbeit nachgehen, braucht es ein intaktes Ökosystem“, ergänzt Luger. Dazu sei es laut Baier nötig, Bäume, Grünflächen und innerstädtische Parkanlagen zu schützen, was sich zugleich positiv auf das Stadtklima auswirke.

Keine Pflanzenschutzmittel auf öffentlichen Grünflächen

Zusätzlich zu Linz wurden 13 weitere Gemeinden ausgezeichnet. Das Projekt wurde vor fünf Jahren mit sechs Gemeinden ins Leben gerufen und ist mittlerweile auf mehr als 60 oberösterreichische Orte in allen Bezirken angewachsen. Bienenfreundliche Gemeinden verzichten unter anderem auf Pflanzenschutzmittel auf öffentlichen Grünflächen und bepflanzen diese bienenfreundlich.


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