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Major Vierziger ermittelt wieder: "In der Fremde" heißt der neue Krimi von Joseph Lemark

Nora Heindl, 22.07.2021 11:53

LINZ. Mit dem „dolce far niente“ Josef Vierzigers ist es jäh vorbei, als sich ein schwer verletzter Afrikaner zum Haus des pensionierten Linzer Kripobeamten in der Nähe von Bari schleppt. In seinem neuen Kriminalroman „In der Fremde“ wirft Joseph Lemark ein grelles Schlaglicht auf die Schattenseiten des sonnigen Südens.

Joseph Lemark (Foto: Claudia Kraml)
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Der vierte Band rund um den Linzer Kripobeamten spielt in Süditalien. Anstatt seinen Ruhestand zu genießen, gerät der Major in den Dunstkreis der apulischen Mafia Sacra Corona Unita.

Als Inspiration für seine Krimis dienen Joseph Lemark wahre Begebenheiten. „Es scheinen zwar relativ brutale Geschichten zu sein, aber es ist alles so passiert. Wenn auch nicht in Apulien, aber in Süditalien. Angefangen beim Kindermörder, der selbst noch ein Kind ist, bis zum 14-Jährigen, der am Beginn seiner Karriere als Mafiakiller steht“, erzählt der Linzer Autor, der stets auch Sozialkritisches in seine Romane verpackt. In diesem Fall die Flüchtlingsproblematik, „die ja in Italien besonders heftig ausfällt“.

Ein klarer Fall also für Major Vierziger: „Er ist ein Spürhund, der sich nie mit etwas zufrieden gibt, was er nicht auflösen kann, der wissbegierig ist und immer nachbohrt. Und der durchdrungen ist von einem unendlichen Gerechtigkeitssinn, wenn auch zum Teil mehr im Sinne der moralischen Gerechtigkeit als der juristischen Korrektheit. Dafür bedient er sich manchmal auch nicht ganz sauberer Mittel.“

„Krimis faszinieren mich“

Das Schreiben spielte bei dem Linzer Autor schon länger eine Rolle, wenn auch sein erstes Buch bei der Zielperson scheinbar wenig Anklang fand. „Mein Sohn wollte partout nicht lesen. Deshalb habe ich für ihn einen Kinderkrimi geschrieben, in dem er die Hauptfigur spielt. Mein Sohn hat das Buch zwar bis heute nicht gelesen, dafür habe ich begonnen, Krimis zu schreiben“, lacht Joseph Lemark.

Das Genre selbst war leicht gewählt. „Krimis haben etwas, das uns seit Anbeginn zu beschäftigen scheint. Kain und Abel, die griechischen Götter- und Heldensagen, die Nibelungen, es geht stets um Mord und Totschlag. Es ist scheinbar etwas, was die Menschen fasziniert und mich auch. Deshalb schreibe ich Krimis.“

Und wenn er mal nicht schreibt: „Dann lese ich hauptsächlich Italienkrimis.“


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