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LINZ. Karriere und Familie optimal unter einen Hut zu bekommen, darüber kann Julia Peham-Zecha ein Lied singen, oder besser noch, sie hat ein Buch geschrieben mit einer Anleitung für beruflich erfolgreiche Eltern. 

Julia Peham-Zecha hat eine Anleitung für beruflich erfolgreiche Eltern geschrieben. (Foto: Privat)
  1 / 2   Julia Peham-Zecha hat eine Anleitung für beruflich erfolgreiche Eltern geschrieben. (Foto: Privat)

„Erfolg im Beruf oder ein glückliches Familienleben? Es geht beides!“, weiß Julia Peham-Zecha. Die zweifache Mama ist Gründerin und Geschäftsführerin der Videoagentur Studio 4020. Mit ihrem Buch „Karriere und Familie optimal vereinen“ richtet sie sich an Mütter und Väter, die erfolgreich und unabhängig sein wollen. Darin finden sich Tipps wie die richtige Job- und Arbeitgeberwahl, die optimale Nutzung der Digitalisierung oder praktische Alltagsroutinen mit Kindern. „Ich bin oft von anderen Müttern und Vätern gefragt worden, wie ich das alles bewerkstellige. Das war für mich ausschlaggebend, das Buch zu schreiben“, erzählt die Linzerin.

Das wahrscheinlich Wichtigste sei, seinen Job so gut es halt geht an die Familie anzupassen. „Seit Corona ist dahingehend viel mehr möglich geworden, es geht jetzt oftmals leichter, dass man zwei Tage Homeoffice macht“, so die Unternehmerin, die aber rät, die Vereinbarkeit nicht allein auf dem Partner aufzubauen, sondern auf andere Kinderbetreuungsangebote zurück zu greifen. „Natürlich schauen in einer funktionierenden Partnerschaft beide, dass es für den jeweils anderen passt. Aber es sollte auch noch im Falle einer Trennung funktionieren. Deshalb sollten Frauen die Vereinbarkeit für sich richten und nicht auf den Partner abschieben.“

Mit Blick auf manche Unternehmen sieht Peham-Zecha noch Verbesserungspotential. „Es ist leider noch nicht bei allen angekommen, dass es nicht einfach eine gesellschaftliche Verpflichtung ist, Eltern einen guten Arbeitsplatz zu bieten, sondern dass auch das Unternehmen davon maßgeblich profitiert. Unternehmen, die einer Frau, die jahrelang erfolgreich für sie gearbeitet hat, nach der Karenz keine echte Chance mehr geben, ihr nicht ermöglichen wollen, vielleicht flexibler zu arbeiten, bescheren sich ja selbst enorme Kosten. Sie müssen jemand Neues einstellen und einschulen. Und auch wenn man es natürlich nicht pauschal sagen kann, aber Eltern, die aus der Karenz zurückkommen, sind meistens hochmotiviert und arbeiten extremst effizient.“


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