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Online Redaktion, 22.11.2021 09:09

LINZ. Tausende Gegner der Covid-Maßnahmen und kommenden Impfpflicht versammelten sich am Sonntag vor dem Linzer Landhaus. Die neue Landtagspartei MFG hatte um 14 Uhr zur Kundgebung gerufen. UPDATE (22. November, 9 Uhr): Eine nicht angemeldete Spontandemo im Anschluss der Kundgebung legte den Straßenbahnverkehr in der Innenstadt lahm.

 (Foto: Volker Weihbold)
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Rund 600 Teilnehmer seien angemeldet gewesen, laut Polizei kamen rund 5.000 Menschen zur Demo.

Österreich-Fahnen, Demoschilder mit „Kein Impfzwang“, „Finger weg von unseren Kindern“ oder MFG-Plakate trugen die Demoteilnehmer - viele ohne Maske - vor sich her. Für besonderes Kopfschütteln von Passanten sorgte ein Transparent mit „Warum nicht gleich Mauthausen für Ungeimpfte“. Alle Altersgruppen waren bei der Demo vertreten. Die MFG forderte bei der Kundgebung „NEIN zur Impfpflicht und Schluss mit 3G/2G/1G“.

19 Personen angezeigt

Laut Polizei wurde via Lautsprecher wurde bei Versammlungsbeginn auf das verpflichtende Tragen einer FFP2-Maske hingewiesen. „Einige Teilnehmer, die sich daran nicht hielten, wurden von den Polizisten auf die Tragepflicht hingewiesen und kamen der Aufforderung Großteils nach. 19 Personen hielten sich dennoch nicht an die Verpflichtung. Sie werden angezeigt“, teilt die Polizei mit.

Um kurz nach 15 Uhr wurde die Kundgebung für beendet erklärt. Laut Polizei kam es bei der Kundgebung keine Zwischenfälle, MFG betonte „keine Randalierer“ zu wollen.

Spontandemo sorgte für Verkehrsbehinderungen

Im Anschluss an die Kundgebung kam es während des Abstroms zu einer Spontankundgebung, bei der im hinteren Teil auch Pyrotechnik gezündet wurde. Über den Taubenmarkt marschierten die Teilnehmer dieser nicht angemeldeten Demo zur Landstraße bis zum Musiktheater, wieder zurück über die Landstraße zum Hauptplatz und über die Nibelungenbrücke bis zum Neuen Rathaus. Dort wurde neuerlich gewendet und über die Nibelungenbrücke zurück zum Hauptplatz marschiert.

Vor dem Eingang zur Schmidtorstraße wurde die Versammlung von der Polizei angehalten. Via Lautsprecherdurchsage forderte der Einsatzleiter die Teilnehmer auf, auseinanderzugehen. „Der Großteil der rund 1.000 Personen kam dem auch nach und verließ die Örtlichkeit. Etwa 150 Personen verblieben aber und gingen abermals geschlossen zum Neuen Rathaus und wieder retour“, heißt es von den Einsatzkräften.

Im Bereich der Schmidtorstraße wurden die verbliebenen 42 Teilnehmer wieder angehalten, ihre Identitäten festgestellt. Sie werden laut Polizei angezeigt. Zu den Verwaltungsanzeigen kamen vier Anzeigen nach dem Verbotsgesetz dazu.

Bis etwa 18.30 Uhr kam es in der Innenstadt immer wieder zu Verkehrsbehinderungen. Der Straßenbahnverkehr der Linz Linien musste für die gesamte Zeit ausgesetzt werden.

Demos auch in Salzburg und Vorarlberg

Nach Protestaktionen am Samstag in Wien mit rund 40.000 Teilnehmern gab es am Sonntag auch angemeldete Veranstaltungen in Steyr, Salzburg und Bregenz.


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