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LINZ. Mit der Erschließung eines neuen Wohnprojektes in Kleinmünchen wird eine 200 Meter lange Verkehrsfläche nach einer beeindruckenden Frau benannt: Käthe Recheis.

Im September 2007 wurde Käthe Recheis mit dem Adalbert-Stifter-Preis des Landes Oberösterreich geehrt. (Foto: Land OÖ/Dedl)

Auf Vorschlag des Archivs und auf Antrag von Bürgermeister Klaus Luger wird laut Beschluss des Stadtsenats vom 3. Februar 2022 eine neue Straße im Westen Kleinmünchens in „Käthe-Recheis-Weg“ nach der oberösterreichischen Autorin Käthe Recheis (1928 – 2015) benannt.

Über 60 Bücher und zahlreiche Auszeichnungen

Käthe Recheis wurde 1928 in Engelhartszell geboren, übersiedelte jedoch bald mit ihrer Familie nach Hörsching. Sie besuchte in Linz.1961 entschied sie sich, freiberuflich als Schriftstellerin zu arbeiten und sich in erster Linie der Kinder- und Jugendliteratur zu widmen. Ihrer Feder entstammen über 60 eigene Bücher, sieben gemeinsame Werke mit anderen Autoren, über 200 Beiträge in deutschen und österreichischen Lesebüchern sowie 53 von ihr aus dem Englischen übersetzte Bücher. Ihre Publikationen wurden in über 20 Sprachen übersetzt und erlebten teilweise bis über 30 Auflagen. Käthe Recheis erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise für ihr Werk, darunter zehn Mal den Österreichischen Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur, den Heinrich-Gleißner-Preis und den Adalbert-Stifter-Preis des Landes OÖ. Sie ist damit eine der bekanntesten und profiliertesten Kinderbuchautorinnen Österreichs. Käthe Recheis verstarb am 19. Mai 2015 in Linz.

Enge Verbindung zu Linz

„Zum einen freue ich mich, dass die Neubenennung dieser Verkehrsfläche nach einer Frau erfolgt, und zum anderen werden damit die Leistungen einer Kulturschaffenden mit Weltruf gewürdigt, die in Linz zur Schule gegangen ist, hier maturiert hat und die auch Zeit ihres Lebens in enger Verbindung zu unserer Stadt gestanden ist“, freut sich Bürgermeister Klaus Luger über die Neubenennung.

Zudem wird wieder eine außergewöhnliche Frau vor den Vorhang geholt: Seit 2014 herrscht ein ausgeglichenes Verhältnis der neu benannten Straßen. Von 17 Verkehrsflächen sind sechs nach Frauen, sechs nach Männern und fünf nicht nach Personen betitelt.


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