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OÖ/LINZ. Das Land OÖ richtet erste Notschlafquartiere für ukrainische Transit-Flüchtlinge ein. Erste Flüchtlinge haben Oberösterreich erreicht, die Menschen wollen Großteils zu Familienangehörigen und Bekannten in anderen Ländern weiterreisen. Die Lage ist nach wie vor unübersichtlich.

Im Logistikzentrum des Roten Kreuzes in Linz stehen auch Container für Notschlafstellen zur Abfahrt bereit - im Bild Sozial-Landesrat Hattmannsdorfer mit einem Rot Kreuz-Mitarbeiter. (Foto: Land OÖ/Peter C.Mayr)

Bei den Flüchtlingen, die aktuell in OÖ eintreffen, handelt es sich vor allem um Menschen, die in ein anderes EU-Land weiter flüchten wollen, um zu Familienangehörigen oder Bekannten zu gelangen. Für die vorübergehende Aufnahme und Unterbringung aktiviert das Land OÖ gemeinsam mit dem Roten Kreuz vorsorglich die ersten Quartiere. „Damit sorgen wir für eine sichere Unterbringung jener, die bereits unglaubliche Strapazen und eine anstrengende Flucht hinter sich gebracht haben. Oberösterreich ist vorbereitet“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Drei Quartiere entlang Westautobahn, eines in Linz

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag stehen entlang der Westautobahn drei Transitquartiere bereit (Rotes Kreuz und Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungsleistungen). Darüber hinaus wird ein weiteres Transitquartier spätestens am Donnerstag in der Stadt Linz in Betrieb genommen. Weitere Quartiere können nach Bedarfsfall aktiviert werden.

„Die Lage ist nach wie vor sehr unübersichtlich und es liegen uns keine Informationen über große Flüchtlingsströme vor. Wir sind für den Fall der Fälle aber gerüstet und bereiten in einer ersten Stufe daher Notschlafquartiere vor. In mehreren Ausbaustufen können je nach Bedarf zusätzliche Kapazitäten aktiviert werden“, erklärt Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer. „Unseren Informationen zu Folge gibt ein Großteil der Flüchtlinge aus der Ukraine an, in ein anderes europäisches Land flüchten zu wollen. Unsere Aufgabe ist es daher, den Frauen und Kindern auf ihrer anstrengenden Flucht eine sichere Unterkunft und Verpflegung zu bieten.“

Drei zentrale Hotlines

Hotline für ukrainische Staatsbürger zur Unterbringung in Notquartieren:

Um eine koordinierte Zuteilung zu den Notquartieren sicherzustellen, erfolgt die Unterbringung von ukrainischen Staatsbürgern, die eine Notunterkunft in Oberösterreich suchen, ausschließlich über eine österreichweite Hotline. Jene Personen, die aus der Ukraine flüchten, oder deren Verwandte und Bekannte können sich unter dieser Hotline melden und es wird ein freies Quartier zugeteilt.

Hotline: +43 1 2676 870 9460 (Zuteilung zu Notquartieren für Flüchtlinge)

Solidaritäts-Hotline für private Unterkunftanbieter:

+43 732 7720 - 16 200 bzw. per E-Mail an nachbarschaftshilfe@ooe.gv.at (für Personen, die privat Quartiere für Flüchtlinge zur Verfügung stellen wollen)

Oö. Spendenaktion von Land OÖ und Volkshilfe OÖ:

Informationen auf www.volkshilfe-ooe.at bzw. unter der Nummer +43 732 34050


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