Sieben Tricks um energieeffizient zu heizen
LINZ. Die Energiepreise steigen, Strom und Heizen wird teurer, die Klimakrise macht einen Ausstieg aus den fossilen Energien notwendig. Mit einfachen Tricks kann jeder einzelnen seinen Geldbeutel schonen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Der Ausstieg aus den fossilen Energien ist eine enorme Herausforderung. „Durch einen sorgsamen Umgang im Alltag können zudem alle mithelfen, unseren Energiebedarf insgesamt zu senken“, so Klimastadträtin Eva Schobesberger. Zum Beispiel können in verschiedenen Räumen die Temperaturen an die Nutzung angepasst werden. In Räumen, in welchen man sich nur kurz aufhält, wie zum Beispiel ein Vorzimmer, kann eine Temperatur von 15 bis 18 Grad ausreichend sein. Insgesamt kann mit einem Grad weniger Raumtemperatur der Energiebedarf um sechs Prozent reduziert werden. Dabei können einige Tricks helfen:
Wie heizt man richtig?
- Heizkörper nicht verdecken: „Achten Sie bei der Positionierung der Einrichtung darauf, dass Vorhänge, Sitzgarnituren und anderes Mobiliar die Heizkörper nicht verdecken.“ Wärme muss sich ausbreiten können, andernfalls wird der Wärmeverlust über die Außenmauer erhöht und Wärme geht für den Raum verloren.
- Tür zu: Offene Zimmertüren führen dazu, dass wärmere Luft in kältere Räume abgegeben wird. Der Energieverbrauch steigt, da ständig kältere Räume mitgeheizt werden. Wer die Türen schließt, spart aber nicht nur Energie, sondern erhöht auch durch die unterschiedlichen Temperaturzonen das Wohlbefinden, denn der Wechsel zwischen kälteren und wärmeren Räumen regt nicht nur den Kreislauf an, sondern steigert auch das Wärmeempfinden.„Räume, in denen Sie sich vielleicht nicht ständig aufhalten oder die über einen längeren Zeitraum nicht genutzt werden, sollten Sie auf einer konstanten Temperatur von etwa 16 Grad halten. Lassen Sie sie aber nicht vollständig auskühlen!“ Es kostet nämlich mehr Energie, Räume komplett aufzuheizen als diese auf niedriger Temperatur zu halten. „Zudem beugen Sie so auch der Schimmelbildung vor.“
- Rollläden als Extra-Dämmung: „Wenn Sie Rollläden besitzen, nützen Sie diese in der Nacht zur zusätzlichen Wärmedämmung.“ Vor allem bei Fenstern mit hohem Wärmeverlust können Rollläden helfen, die Wärmeabgabe nach außen zu vermindern.
- Kippen lohnt sich nicht: Während der Heizperiode sollten die Fenster nicht gekippt werden. Wesentlich sparsamer ist es, die Heizung während des Stoßlüftens abzudrehen. Für ein gutes Raumklima sollte mehrmals täglich gelüftet werden. Faustregel: Je kälter die Außentemperatur, desto kürzer die Durchlüftzeit.
- Heizkörper entlüften: Luftbläschen im Heizkörper führen zu unangenehmen Geräuschen und zu einem Wärmeverlust. Sie steigern damit den Energiebedarf. Daher sollen regelmäßig die Heizkörperventile mit dem Entlüftungsschlüssel geöffnet werden, sodass die gesamte Luft aus dem Heizkörper entweichen kann.
- Reinigung der Heizkörper: Bei Heizkörpern mit hoher Vorlauftemperatur können Lamellen und Stege ihre Wärmeleistung durch eine Staubschicht schnell verlieren. Diese gehören daher von Zeit zu Zeit gereinigt.
- Heizungsregler und Thermostatventile: Eine konstante Raumtemperatur hilft sparen. Heizungsregler und moderne Thermostatventile schalten sich aus, sobald die eingestellte Raumtemperatur erreicht ist. Sie reagieren selbst auf Fremdwärmeeinflüsse wie Sonneneinstrahlung oder andere Formen der Abwärme. Eine automatische Nachtabsenkung mindert zusätzlich überflüssigen Heizbedarf. Für die optimale Funktionstüchtigkeit müssen die Ventile hydraulisch entsprechend überprüft und justiert werden.
Das Umweltressort der Stadt Linz fördert auch Investitionen in nachhaltige Energienutzung. Alle Informationen zu den verschiedenen Förderungen des städtischen Umweltressorts: https://www.linz.at/umwelt/foerderungen.php


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