Ein Viertel der abgemeldeten Schüler wieder im Regel-Unterricht
OÖ/BEZIRK. Die Covid-Maßnahmen führten zu Beginn des aktuellen Schuljahres im letzten Herbst auch in Oberösterreich zu einer Welle an Abmeldungen von Schülern vom Regelunterricht an den Schulen. Rund ein Viertel der abgemeldeten Schüler ist mittlerweile wieder zurück an den Schulen. Über 1.000 Kinder und Jugendliche werden allerdings weiterhin im „Häuslichen Unterricht“ unterrichtet, zeigt die laufende Erhebung der Bildungsdirektion OÖ.

Waren es zu Beginn des aktuellen Schuljahres im vergangenen Herbst 1.408 Kinder und Jugendliche, die in OÖ vom regulären Unterricht abgemeldet waren (zum Vergleich: normales Schuljahr rund 200 Kinder in OÖ), sind es aktuell noch 1.042 Schüler (Stand 19. April). 366 sind wieder in den Regel-Unterricht zurückgekehrt, das sind 26 Prozent der zu Schulbeginn abgemeldeten Schüler.
Wie die laufenden Erhebungen der Bildungsdirektion OÖ zeigt, steigt die Zahl der Rückkehrer stetig an. Mit Stand 7. Oktober waren 69 Schüler (4,9 Prozent der ursprünglich abgemeldeten) wieder zurück, mit Stand 2. November 86 (6,11 Prozent), mit Stand 13. Jänner 156 (11,08 Prozent) und mit 19. April nun die 366 (26 Prozent).
Bildungsdirektor Alfred Klampfer führt den stärkeren Anstieg der Rückkehrer auf die Lockerungen der Covid-Maßnahmen zurück: „Die Öffnungsschritte in den Schulen dürften wohl manche Eltern dazu gebracht haben, ihre Kinder wieder in die Schule zu schicken, worüber ich mich persönlich sehr freue. Wir sind natürlich gespannt, wie sich die Zahlen weiter entwickeln und vor allem, wie viele es nächstes Schuljahr sein werden. Aber jetzt wünsche ich allen Schülerinnen und Schülern an den Schulen viel Spaß mit ihren Freundinnen und Freunden und viel Erfolg für die letzten Monate“, so Klampfer.
Regionale Unterschiede
Die meisten Rückkehrer in absoluten Zahlen gibt es in der Bildungsregion Mühlviertel, dort gab es auch die meisten Abmeldungen. Von dort 359 abgemeldeten Schülern sind mit 19. April 103 zurück, 28,7 Prozent.
Prozentuell die meisten Rückkehrer gab es in der Bildungsregion Steyr-Kirchdorf mit 33 Prozent (56 von 168 abgemeldeten Schülern) und der Bildungsregion Innviertel, dort sind von 296 abgemeldeten Schülern 95 zurückgekehrt, 32 Prozent.
In der Bildungsregion Wels-Grieskirchen-Eferding sind 52 von 219 zurückgekommen (23,7 Prozent).
Am wenigsten Rückkehrer gab es bislang in der Bildungsregion Gmunden-Vöcklabruck (42 von 256) und in der Bildungsregion Linz (18 von 110), mit jeweils gut 16 Prozent.
Externistenprüfung erforderlich
Vom Unterricht abgemeldete Kinder können jederzeit währende des Schuljahres wieder zurück an die Schule kommen. Jene Schüler, die zu Hause unterrichtet werden, müssen zum Schulschluss eine Externistenprüfung ablegen. Die Prüfung umfasst, mit wenigen Ausnahmen, alle Gegenstände der betreffenen Schulart und Schulstufe laut Lehrplan.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden