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Corona-Lage: OÖ startet flächendeckendes Abwasserscreening

Karin Seyringer, 03.06.2022 15:46

OÖ/LINZ. Mittels eines eigenen „OÖ Abwasserscreenings“ soll die epidemiologische Lage in Oberösterreich künftig noch besser eingeschätzt werden - besonders in Zeiten, in denen sich die Testungen auf niedrigem Niveau befinden. Ziel ist dabei die frühzeitige Identifikation von Trends hinsichtlich Fallzahlen und aufkommender Virusvarianten. 

 (Foto: Matthias Buehner/stock.adobe.com)
(Foto: Matthias Buehner/stock.adobe.com)

Bisher wurden solche Auswertungen vom Bildungsministerium bei 16 Kläranlagen mit einer oder mehrerer Schulen in ihrem Einzugsbereich – Stichwort „Schulstandortmonitoring“ – durchgeführt. Dieses „Schulstandortmonitoring“ des Bundes wird mit Ende Juni nicht mehr weitergeführt. Daher wird Oberösterreich die bisherigen Auswertungen an den Schulstandorten nicht nur weiterführen, sondern um zehn weitere Kläranlagen ausweiten.

26 Standorte

Die flächendeckenden Auswertungen zweimal die Woche an nunmehr 26 Standorten ab Juli sollen ein aussagekräftigeres Bild über alle Bezirke zeigen. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits, um einen nahtlosen Übergang sicherzustellen.

Teil der Vorbereitungen auf Herbst 

„Das flächendeckendes OÖ Abwasserscreening ist Teil unserer umfassenden Vorbereitungen auf den kommenden Herbst. Das Screening soll helfen, das Infektionsgeschehen bestmöglich zu evaluieren, herannahende Wellen frühzeitig zu erkennen beziehungsweise neue Virusvarianten rasch zu identifizieren“, erläutert Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP).

„Für die Bewertung des Infektionsgeschehens leistet ein Abwasser-Monitoring einen relevanten Beitrag. Sie ergibt ein relativ vollständiges Bild des Infektionsgeschehens, selbst wenn die Zahl der Testungen stark abnimmt. Es freut mich, dass wir durch die Weiterführung der Beprobung unserer Abwässer einen nahtlosen Übergang zum auslaufenden Schulstandortmonitoring schaffen, im Fall von OÖ sind das 26 Anlagen, die zweimal wöchentlich beprobt werden“, so auch der zuständige Landesrat Stefan Kaineder (Grüne).


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