Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

LINZ. Nachdem Ende Mai die „Scooter-Sheriffs“ ihren Dienst angetreten haben. Sollen nun weitere Maßnahmen folgen: Auffälligen Rowdys könnte eine Sperre drohen.

Symbolfoto (Foto: Weihbold)
Symbolfoto (Foto: Weihbold)

Die vor wenigen Wochen von den Verleihfirmen eingesetzten „Scooter-Sheriffs“ waren nur ein erster Schritt, um gemeinsam Verbesserungen im Nutzungsverhalten mit vermieteten E-Scootern zu erreichen. Seither gibt es regelmäßige Abstimmungen mit den Betreiberfirmen, denn die Situation ist noch nicht zufriedenstellend. Ausgeweitet werden sollen etwa die Parkverbotszonen. „Ein besonderes Ärgernis sind Gruppen von Jugendlichen, die durch rücksichtsloses Verhalten andere Verkehrsteilnehmende gefährden. Denn die in den vergangenen Wochen gesetzten bewusstseinsbildenden Maßnahmen scheinen bei bestimmten Gruppierungen nicht zu greifen“, meint Mobilitätsreferent Vizebürgermeister Martin Hajart. „Daher fordere ich die Betreiberfirmen auf, deutliche Maßnahmen zu setzen und auffällige Scooter-Rowdys von der Verwendung eine Zeit lang auszuschließen oder gänzlich zu sperren.“

Martin Hajart setzt darüber hinaus auf die Zusammenarbeit mit der Polizei. Stadtpolizeikommandant Brigadier Karl Pogutter hat zugesagt, mit den Linzer Polizeiinspektionen in Kontakt zu treten, damit die Polizisten in den nächsten Wochen eine Schwerpunktaktion starten. Vor allem auch in besonders stark frequentierten Bereichen, wie etwa auf der Donaulände zwischen Lentos und Brucknerhaus.

Telefonisches Beschwerde-Management

Das Beschwerdemanagement wird aktuell über die städtische Plattform „Schau auf Linz“ abgewickelt. Die Verleihfirmen bearbeiten und beantworten die eingehenden Beschwerden dort direkt. Künftig sollten die Verleihfirmen auch eine Lösung für ein telefonisches Beschwerde-Management erarbeiten, das das städtische Bürger-Service nicht belastet. Eine Möglichkeit wäre, hier ein externes Call Center zu beauftragen. Die Kontrollmöglichkeiten der Stadt hinsichtlich Erledigungsdauer sollten aber sichergestellt werden.

Verbot als letzter Schritt steht im Raum

Sollten die Betreiberfirmen nicht die entsprechende Unterstützung an den Tag legen bzw. sich die Situation nicht verbessern, so können auch weitere Eskalationsstufen im Umgang mit E-Scootern in der Stadt angedacht werden. Ein nächster Schritt wäre eine Einschränkung der Flottengröße. In weiterer Folge könnte auch ein rein stationsbasiertes System etabliert werden. In der letzten Stufe wäre das „Grazer Modell“ vorgesehen. Die steirische Landeshauptstadt hat E-Scooter-Verleihsysteme 2019 verboten. „Der Schutz von schwächeren Verkehrsteilnehmenden ist unerlässlich. Grundsätzlich möchten wir als Stadt Mikromobilitätsformen, wie E-Scooter, ermöglichen. Diese Möglichkeit kann aber nicht auf Kosten anderer gewährt werden. Die Straße ist kein Spielplatz und auch keine Rennstrecke – egal mit welchem Verkehrsmittel“, erklärt Vizebürgermeister Martin Hajart konsequent.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Herta Steinbichl: ein Leben zwischen Pflege und Selbstfürsorge

Herta Steinbichl: ein Leben zwischen Pflege und Selbstfürsorge

LINZ. Seit einem Unfall ihres Mannes bestimmt die Pflege den Alltag von Herta Steinbichl. Die 64-jährige Pichlingerin weiß, wie schwer es sein ...

Tips - total regionalNora Heindl
Künstliche Intelligenz im Vertrieb: Praxisbeispiele bei Wine & Business

Künstliche Intelligenz im Vertrieb: Praxisbeispiele bei Wine & Business

LINZ. Wie Unternehmen Künstliche Intelligenz im Vertrieb nutzen können, stand bei „Wine & Business 2026“ in der Tante Kaethe im Mittelpunkt.  ...

Tips - total regionalNora Heindl
Kinderbasar unterstützt Familien in Not

Kinderbasar unterstützt Familien in Not

LINZ. Der Reinerlös des Kinder- und Jugendbasars im Volkshaus Bindermichl entlastet Familien in Notlagen, die von den sozialpädagogischen Fachkräften ...

Tips - total regionalNora Heindl
Linzer Volksgarten bekommt 39 neue Lichtstelen 

Linzer Volksgarten bekommt 39 neue Lichtstelen 

LINZ. Im Volksgarten werden alle 39 bestehenden Lichtpunkte erneuert. 15 neue Lichtstelen sind bereits installiert, bis 14. Oktober sollen die ...

Tips - total regionalNora Heindl
Neuer Friseursalon am Linzer Südbahnhofmarkt

Neuer Friseursalon am Linzer Südbahnhofmarkt

LINZ. Am Südbahnhofmarkt gibt es einen neuen Friseursalon: Patrick Kitzmüller hat  „Ricks Schnittatelier“ am Marktplatz 26 in der ...

Tips - total regionalNora Heindl
Linz im 2026 Global Cities Index unter lebenswertesten Städten

Linz im "2026 Global Cities Index" unter lebenswertesten Städten

LINZ. Linz erreicht im Global Cities Index 2026 von Oxford Economics bei der Lebensqualität Platz zwölf unter 1.000 untersuchten Städten weltweit. ...

Tips - total regionalKarin Seyringer
Weitere Beiträge