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Barmherzige Brüder erneut als „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ ausgezeichnet

Nora Heindl, 07.10.2022 08:00

LINZ. Die Unterstützung von Selbsthilfegruppen zu fördern ist ein großes Anliegen der Barmherzigen Brüder Linz. Dafür wurden sie zum dritten Mal in Folge mit dem Gütesiegel „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ ausgezeichnet. Das Zertifikat wurde Gesamtleiter Peter Ausweger von Christa Katerl überreicht. Selbst Migräne-Patientin gründete diese 2007 die Selbsthilfegruppe „Kopfweh“ OÖ, deren nächstes Treffen am 11.Oktober erstmals nach Corona wieder bei den Brüdern Linz stattfindet.

V. l.: Elisabeth Hain (Qualitätsmanagement Barmherzige Brüder), Christa Katerl (Initiatorin der Selbsthilfegruppe „Kopfweh“ OÖ) und Peter Ausweger (Gesamtleiter Barmherzige Brüder) (Foto: Barmherzige Brüder)

„Ich leide seit meinem vierten Lebensjahr an Migräne, aber so richtig starke Attacken habe ich dann mit Ende 20 bekommen, mit allem was dazu gehört: Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Schweißausbrüchen “, erinnert sich Christa Katerl. Beinahe alle rezeptfreien Medikamente hat sie ausprobiert, bevor ihr eine Apothekerin den heutigen Brüder-Primar Christian Lampl empfahl. Dieser diagnostizierte bei seiner neuen Patientin Migräne ohne Aura und half ihr zudem dabei, die Idee einer Selbsthilfegruppe zu verwirklichen. Noch heute unterstützt der Neurologe die Linzerin und ihre Gruppe.

Vorträge und Erfahrungsaustausch

„Das war 2007. Primar Lampl hielt den ersten Vortrag mit dem Titel ,Gewitter im Kopf‘. Das Treffen kam so gut an, dass sich mein Entschluss, die Gruppe fortzuführen, festigte. Mittlerweile haben wir vier Treffen im Jahr, an drei Abenden gibt es einen Vortrag mit Erfahrungsaustausch, im Dezember treffen wir uns dann nur zum Erfahrungsaustausch.“

Auch in den anderen Bundesländern gibt es diese Gruppen, jede hat Unterstützung von einem Facharzt, der sich ehrenamtlich engagiert. „Unser Anliegen ist es, mit Fachvorträgen zu aktuellen Themen sowie in persönlichen Gesprächen das „Schattenthema“ Kopfweh transparenter zu machen und dadurch Betroffene und deren Angehörige zu unterstützen“, so Katerl.

Die Vorträge sind bunt gemischt. Dazu die 55-Jährige: „Wir haben neben schulmedizinischen Vorträgen auch alternative Themen, wie Qigong oder die Grinberg Methode, klären solche Themen aber zuvor mit dem Krankenhaus ab.“

Was ist Christa Katerls Rat für Betroffene? „Ich empfehle, diese Hilfe in Anspruch zu nehmen. Selbsthilfegruppen sind generell eine wertvolle Unterstützung und bieten die Möglichkeit, sich auszutauschen und Neuigkeiten zu erfahren. Die Erfahrung zeigt, dass es besser ist, nicht alleine zu sein.“

Selbsthilfegruppen bei den Barmherzigen Brüdern Linz

Ob Krankheit oder Sucht, Betroffene fühlen sich oft alleine gelassen und unverstanden. In Selbsthilfegruppen finden sie Gleichgesinnte, die ihre Probleme verstehen und mit denen sie sich austauschen können. Von den Anonymen Alkoholikern über die Selbsthilfegruppe Dystonie bis zum österreichischen Herzverband. Bei den Barmherzigen Brüdern Linz finden Betroffene Hilfe. Nähere Infos zu den Selbsthilfegruppen

Nächster Termin: Selbsthilfegruppe „Kopfweh“

Das nächste Treffen der Selbsthilfegruppe „Kopfweh“ Oberösterreich findet am Dienstag, 11. Oktober, um 19 Uhr bei den Barmherzigen Brüdern im mittleren Seminarraum statt. Thema des Vortrags: „Das Schwellenmodell bei Migräne“ von Christine Schweiger, Neurologin


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