Silvesterbilanz: Großeinsätze blieben aus und Tonnen an Müll liegen
LINZ/OÖ. Die Blaulichtorganisationen haben ihre Silvesterbilanz bereits gezogen: Randale wie zu Halloween blieben aus, dennoch gab es für die Einsatzkräfte genug zu tun. Die Abteilung Stadtgärten und Straßenbetreuung ist mit den Folgen der Silvesternacht beschäftigt: die Mitarbeiter sind noch immer dabei, den Feiertagsmüll einzusammeln.

Die Polizei war nach dem Großeinsatz zu Halloween für Silvester gut gerüstet. Deutlich mehr Personal als sonst war im Einsatz, die Sonderheiten standen bereit. Auch nach dem Jahreswechsel wollte die Polizei nicht verraten, wie viele Beamte es genau waren. Zudem wurde den ganzen Dezember 2022 über die Einfuhr von Pyrotechnik an der Nordgrenze Oberösterreichs kontrolliert. Eine Wiederholung des 31. Oktobers blieb dann aber aus.
Cobra-Einsatz und brennende Mistkübel
In Linz musste die Cobra in der Silvesternacht ausrücken, nachdem ein Mann vor einem Lokal in der Hartheimerstraße mehrere Schüsse abgegeben hatte – mit einer Schreckschusspistole, wie sich später herausstellte. Auch die Feuerwehr hatte einiges zu tun: vorwiegend waren es kleinere Brände in Mülltonnen und Mistkübeln, die gelöscht werden mussten.
Kugelbomben, gesprengte Telefonzelle, Böllerwerfer
Nicht überall in Oberösterreich ging es ruhig zu: Im Bezirk Schärding verletzte sich ein Mann mit einer in Tschechien gekauften Kugelbombe, die für den Privatgebrauch verboten war. In Wels wurden Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr mit Böllern beworfen. Zudem war ein Müllcontainer mit einem Molotowcocktail angezündet worden. In Haid wurde eine Telefonzelle gesprengt. Das Einsatzgeschehen habe sich jedoch nicht wesentlich von den Vorjahren unterschieden, sagt eine Sprecherin der Polizei am Telefon zu Tips. Die meisten Amtshandlungen habe es im Zusammenhang mit dem Pyrotechnikgesetz gegeben.
Jährlich fallen vier Tonnen Silvestermüll an
Während die Polizei und die Feuerwehr ihre Silvesterbilanz bereits gezogen haben, sind die Mitarbeiter der Abteilung Stadtgrün und Straßenbetreuung noch mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Mehr als vier Tonnen „Silvestermüll“ werden jährlich aus den Müllbehältern und Containern im Stadtgebiet abtransportiert. Zusätzlich wird der Feiertagsmüll händisch aus den Linzer Parks und Grünanlagen entfernt.
85 Mitarbeiter 659 Stunden im Einsatz
Dazu waren im Linzer Stadtgebiet 85 städtische Mitarbeiter 659 Stunden im Einsatz. 75 Kubikmeter Müll wurden unter Einsatz von Kehrmaschinen und Sammelfahrzeugen entsorgt. Die größte „Müllbilanz“ weist der Linzer Süden auf: In Kleinmünchen und Pichling wurden von den Mitarbeitern 24 gesprengte Mistkübel, drei gesprengte „Hundesackerl“-Spender und sechs beschädigte Schilder/Tafeln gezählt. In diesen Stadtteilen sind die Arbeiten noch nicht abgeschlossen – auch sonst wird es noch dauern, bis die letzten Feiertagsüberbleibsel eingesammelt sind.


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