Gegen das Vergessen: "Cafe Kyiv" zeigt Ausstellung über den Ukraine-Krieg
LINZ. Der Linzer Sozialverein „Cafe Kyiv“ will mit einer Ausstellung gegen das Vergessen ankämpfen. Beinahe ein Jahr dauert der russische Angriffskrieg in der Ukraine bereits, die öffentliche Aufmerksamkeit dafür nimmt ab. Fotos und Bilder von namhaften ukrainischen Künstlern sollen das Thema wieder ins Gedächtnis rufen.

Vlada und Kostyantyn Liberov fotografierten Hochzeiten und Familien – in ihrem Leben vor dem Krieg. Jetzt berichtet das Paar von den aktuellen Ereignissen in der Ukraine. Mit ihrer Kamera dokumentieren sie die Schrecken des Krieges und bezeugen diese für die ganze Welt.
Bilder-Serie: Ukrainische Madonna
Die Künstlerin Inga Zhytnia aus Kyiv arbeitet seit der russischen Invasion an einer Bilderserie mit dem Titel „Ikone des 21. Jahrhunderts“. Die Gemälde-Serie ist ukrainischen Städten gewidmet, die zerstört oder angegriffen wurden. Die Inspiration für die Ukrainischen „Madonnen“ waren Tragödien aus dem Bekanntenkreis der Künstlerin, wie auch das nationale Trauma. Zhytnia ist selbst zweifache Mutter und teilt die Fluchterfahrung mit tausenden ukrainischen Familien. In ihren Werken stellt sie ukrainische Frauen als Heiligenbilder und Märtyrerinnen dar.
Die Ausstellung wird am 13. Februar 2023 um 18 Uhr im Foyer des alten Rathauses eröffnet und dauert bis 27. Februar.
Der Verein
Die Organisation „Cafe Kyiv“ hilft seit März 2022 ukrainischen Frauen und Kindern. Der Verein wurde von Mariya Lohr und Jürgen Trattmayr gegründet, aufgebaut und etabliert. Fast alle der freiwilligen Helfer sind ukrainische Frauen und Vertriebene. Mittlerweile konnten über 15.000 Lebensmittel, Getränke und Textilien verteilt werden. Der Sozialverein organisierte Deutschkurse, Infoveranstaltungen, eine AMS-Jobbörse für geflüchtete Ukrainer, hat ein Sprachcafe, Seniorencafe und einen Jugendclub gegründet sowie über 1.400 Ukrainerinnen vernetzt.


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