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LINZ. Jobverlust, Trennung, Delogierung, psychische Probleme, Sucht. Die Gründe, warum Menschen auf der Straße leben sind vielfältig. Mit dem Help-Mobil kümmern sich Rotes Kreuz, Caritas, Arbeiter-Samariterbund, Lazarus-Orden und die Barmherzigen Schwestern um obdachlose Menschen. Sie bieten medizinische Basisversorgung und schenken ihnen Würde und Aufmerksamkeit. Um einsame Menschen kümmern sich die freiwilligen Mitarbeiter im Besuchsdienst.

  1 / 2   Friedrich Lanz bereitet das Help-Mobil für den Hilfseinsatz vor dem Linzer Dom vor. (Foto: OÖRK/Asanger)

Es ist später Nachmittag. Friedrich Lanz parkt das Help-Mobil am Vorplatz des Linzer Mariendoms. Dann steigt der freiwillige Rotkreuz-Mitarbeiter aus dem Fahrzeug und bereitet sich mit seinen Kollegen auf den bevorstehenden Dienst vor. Das Auto wird an den Strom angeschlossen und die Klappstühle drumherum gerückt.

„Das ist unser Freiluft-Warteraum“, erklärt der langjährige Freiwillige. Einige Menschen warten schon. Das harte Leben auf der Straße prägte sie. Eine Frau hustet und ein älterer Mann zeigt eine Wunde am Köchel, die professionell versorgt werden muss. Diese Menschen sind nicht krankenversichert. „Unser Ziel ist es, Menschlichkeit an den Rand der Gesellschaft zu bringen“, sagen Lanz und das Team.

Jeden Montag und Freitag ist das Help-Mobil unterwegs und bietet diese Versorgung an mehreren Standorten in Linz an. Wunden werden versorgt, Verbände gewechselt und Medikamente ausgegeben. Bei Bedarf können sich die Menschen auch mit Streetworkern austauschen und über ihre Sorgen sprechen.

Einsamkeit gilt als stiller Krankmacher

Die Herausforderungen der Gegenwart führen dazu, dass immer mehr Menschen auf Hilfe angewiesen sind. Neben wachsender Armut, greift die soziale Isolation immer stärker um sich. Besonders ältere Menschen sind oft einsam. Gründe dafür sind vielfältig: Der Lebenspartner stirbt, die Kinder sind aus dem Haus und weggezogen. Auch chronische Krankheiten, ein zu geringes Einkommen und fehlende Mobilität erschweren es, soziale Kontakte aufrechtzuerhalten. Einsamkeit führt dazu, dass Menschen statistisch gesehen kränker werden.

Mit dem Angebot des Besuchsdienstes will das OÖ. Rote Kreuz gegensteuern. Die freiwilligen Mitarbeiter kommen vorbei, schenken Zeit und sind für andere Menschen da. Infos und Spendenmöglichkeiten zu den Freiwilligen Sozialen Diensten und der Möglichkeit, einsamen Menschen Zeit zu schenken auf https://ooe.mein-roteskreuz.at/

Rotes Kreuz sichert Menschlichkeit und Hilfe

Sei es im Rettungsdienst, bei Essen auf Rädern, im Besuchsdienst, der Krisenintervention, im Bildungsbereich, der Vermittlung von Ersthelfer-Kenntnissen, im Engagement für Jugendliche und in der Unterstützung im Alltag. Das Rote Kreuz bildet ein globales Hilfe-Netzwerk, das bis in die Regionen wirkt.

„Wir sind da. Unsere Mitarbeiter übernehmen Verantwortung und machen das Rote Kreuz zu einem Anker der Menschlichkeit. Mit ihrem Engagement ermöglichen sie notwendige Leistungen, die es sonst nicht gäbe“, sagt der OÖ. Rotkreuz-Präsident Walter Aichinger.

Mehr: www.roteskreuz.at/ooe


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