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Demo gegen Rechtsextremismus und für Demokratie auch in Linz

Anna Fessler, 30.01.2024 13:51

LINZ. Massen von Menschen strömten in deutschen Großstädten und vergangenen Freitag auch in Wien, Innsbruck und Salzburg auf die Straßen, um gegen Rechtsextremismus und für Demokratie zu demonstrieren. Nun ist für den 9. Februar auch eine Demonstration in Linz geplant.

"Aufwachen, bevor es wieder finster wird“: Burgtheater-Direktor Martin Kušej möchte das Programm der Saison 2023/24 als Warnung vor dem unübersehbaren Rechtsruck in Europa verstanden wissen. (Symbolbild) (Foto: Marek Brandt/Sinuswelle/stock.adobe.com)

Auslöser war ein Bericht der Rechercheplattform „Correctiv“ über ein Treffen vergangenen November nahe Potsdam, bei dem Vertreter der rechten und rechtsextremen Szene einen „Masterplan“ über die Abschiebung von Millionen von Ausländern aus Deutschland und Menschen mit deutschem Pass besprachen. Anwesend war laut „Correctiv“ auch die österreichische Schlüsselfigur der Identitären, Martin Sellner, der das Konzept im Detail erläutert haben soll.

Die Folge war eine Protestwelle in mehreren deutschen Großstädten, vergangenes Wochenende wurde auch in Österreich gegen Rechtsextremismus demonstriert – in Wien, Innsbruck und Salzburg gingen zehntausende Menschen auf die Straße.

Demo auch in Linz

Linz zieht am Freitag, 9. Februar nach: Beverley Allen-Stingeder, SPÖ-Frauenvorsitzende des Bezirks Urfahr-Umgebung hat für 17 Uhr eine überparteiliche Demonstration „Gegen Rechtsextremismus und Rassismus – Demokratie verteidigen!“ vom Musiktheater mit abschließender Kundgebung am Hauptplatz angekündigt. Allen-Stingeder ruft über ihre private Initiative „Rote Brille“ dazu auf, mit dabei sind die Organisationen Fridays for Future Linz, Jabali - Junge schwarze Generation und die Privatinitiative Yes, we care - Linz.

Neue Details zu Identitären-Clubhaus in Steyregg: Grüne OÖ fordern zum Handeln auf

Der Klubobmann der Grünen Oberösterreich, Severin Mayr, zieht indes eine Parallele zwischen dem Treffen nahe Potsdam und der Linzer Umlandstadtgemeinde Steyregg. Wie berichtet, sind neue Details über das dortige Identitären-Clubhaus ans Licht gekommen, dass Martin Sellner oder weitere rechtsextreme Schlüsselfiguren wie Götz Kubitschek oder Anna Leisten dort zu Gast waren, ist ebenfalls bekannt.

Grüne OÖ-Klubobmann Mayr: „Steyregg droht Potsdam zu werden“

Mayr fordert nun ein Handeln von Landeshauptmann Thomas Stelzer (VP) und seinem Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FP): „Steyregg droht Potsdam zu werden. Ist das eigentlich allen klar? Über die Grenzen vernetzt und finanziert, mausert sich das Haus der rechtsextremen Identitären zum ideologischen Planungsbüro, zum Hort von Geheimtreffen und zur Drehscheibe Identitärer Aktivitäten. Hier wird an einem gefährlichen Projekt gebaut und dass die FPÖ-Jugend in Oberösterreich kräftig mitanpackt, ist bekannt, scheint aber niemanden ernsthaft zu stören. Schluss damit. Wir fordern klare und sichtbare Reaktionen von Landeshauptmann Stelzer und FPÖ-Chef Haimbuchner und wir Grüne werden dieses Headquarter natürlich auch im Landtag zum Thema machen.“


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