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LINZ. Im 200. Geburtsjahr von Anton Bruckner erwarb das Land Oberösterreich eine Vase aus Privatbesitz, die das Konterfei des Musikers und Komponisten in einem von Putti getragenen Medaillon zeigt.

 (Foto: OÖ Landes-Kultur GmbH)
(Foto: OÖ Landes-Kultur GmbH)

Entworfen wurde die Vase von Keramikkünstler Michael Powolny (1871-1954), Mitbegründer der Wiener Keramik. Eine unterseitige Beschriftung datiert die Entstehung der Bruckner-Vase auf März 1937. Hergestellt wurde das 59 Zentimeter große Unikat von der Gmundner Schleiss-Keramik Werkstatt, diese übernahm 1912/13 die Wiener Keramik, anlässlich der Pariser Weltausstellung 1937.

Bei der weiß glasierten Vase handelt es sich um einen ungewöhnlichen Entwurf für eine auf Technik und Verkehr ausgelegte Schau. Es ist anzunehmen, dass es sich dabei um einen älteren Entwurf handelt, der zum 100. Geburtsjahr Anton Bruckners entstand und erst später ausgeführt wurde.

Ab 4. Mai 2024 wird die Vase im Anton Bruckner Museum in Ansfelden erstmals öffentlich zu sehen sein.

Briefe von Franz Xaver Bayer

Darüber hinaus konnten zwei Briefe des Brucknerfreundes und -förderers Franz Xaver Bayer (1862-1921) erworben werden. Bayer war seit 1888 Chorleiter in Steyr und dort maßgeblich an der Verbreitung von Werken Bruckners beteiligt. Die beiden Briefe sind an den Wiener Musikschriftsteller Theodor Helm (1843-1920) gerichtet und beziehen sich auf Kompositionen Bruckners, die Bayer in Steyr zur Aufführung brachte.

Die bislang unbekannten Schriftstücke geben erstaunliche Einblicke in die Brucknerrezeption und bereichern die umfassende Brucknersammlung der Musiksammlung des Oberösterreichischen Landesmuseums.


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