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Zivilschutz: Weniger als die Hälfte der Schulanfänger tragen ihre Warnweste

Nora Heindl, 26.03.2024 10:18

OÖ. Der OÖ Zivilschutz führte in den Wintermonaten wieder die Überprüfung der Warnwesten-Tragehäufigkeit durch. Das Ergebnis: Nur 44,4 Prozent Prozent der Schulanfänger in Oberösterreich hatten eine Warnweste an.

In Kirchdorf besuchte Bezirksleiter Dieter Goppold die ersten Klassen der VS 1. (Foto: Zivilschutz)
In Kirchdorf besuchte Bezirksleiter Dieter Goppold die ersten Klassen der VS 1. (Foto: Zivilschutz)

265 Volksschulklassen wurden von den ehrenamtlichen Zivilschutzbeauftragten stichprobenartig besucht. Dabei hatten von 5.101 Erstklässlern nur 2.267 eine Warnweste an: „Auch wenn die Schüler meist reflektierende Streifen bzw. Anhänger an der Schultasche oder der Kleidung haben, ersetzen diese doch nicht die signalgelbe Warnweste“, sagt OÖ Zivilschutz-Präsident Michael Hammer, „Wir appellieren an die Erziehungsberechtigten, den Schülern die Weste anzuziehen und sie für das Thema zu sensibilisieren. Außerdem ist es unser Ziel, dass die Warnwesten nicht nur am Schulweg, sondern auch im Straßenverkehr in der Freizeit getragen werden!“

Im vergangenen Jahr lag die Tragehäufigkeit in Oberösterreich bei 48,9 Prozent. Mit ein Grund warum die Zahl sinkt: Die Kinder werden immer mehr mit dem Auto zur Schule gebracht.

Sichtbarkeit erhöht sich von 30 auf 150 Meter

In den nebeligen und dämmrigen Herbst- und Wintermonaten ist die Warnweste besonders wichtig.  Viele Unfälle könnten vermieden werden, wenn die Kinder für die Autofahrer besser sichtbar wären. „Mit der Warnweste erhöht sich die Sichtbarkeit von 30 auf 150 Meter“, sagt Michael Hammer, „Dementsprechend wichtig ist die Vorbildwirkung bei Eltern und Lehrer. Auch diese sollten eine Warnweste oder reflektierende Armbänder nutzen, wenn sie zu Fuß unterwegs sind.“

Neben dem Tragen der Warnweste oder rückstrahlender Kleidung ist es außerdem wichtig, dass Eltern den Schulweg mit ihrem Kind üben und sie über mögliche Risiken im Straßenverkehr umfassend informieren.

Belohnung für die Schüler

Jene Schüler, welche die Warnwesten bei der Überprüfung anhatten, wurden mit einem kleinen Geschenk belohnt. Genauso aber auch jene, die die Weste an dem Tag nicht dabeihatten, um sie zum Tragen am Folgetag zu motivieren.

Um den Kindern die Wichtigkeit der Warnweste nahezubringen, wird zudem auch ein Foto von den Schülern im abgedunkelten Raum ohne Blitz gemacht. Danach ein Foto mit Blitz, denn darauf sind die reflektierenden Streifen der Westen sehr gut zu erkennen. Dies veranschaulicht, wie gut ein Autofahrer die Kinder mit der Warnweste im Dunkeln sieht.

Erfreuliche Überprüfungssteigerung

Die Nachhaltigkeitsüberprüfung wird ehrenamtlich von den Zivilschutzbeauftragten durchgeführt. „Umso mehr freut es uns, dass wir heuer eine Überprüfungssteigerung erzielen konnten. Vergangenes Jahr wurden 203 Klassen, heuer 265, mit 3.778 Schülern, heuer 5.101, überprüft. Wir danken allen Zivilschutzbeauftragten, die in ihrer Freizeit, in den Morgenstunden, diese Überprüfung durchgeführt und so noch einmal die Wichtigkeit der Warnweste betont haben“, so Hammer weiter.


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