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LINZ. Wut ist eine mächtige Emotion – doch sie wird Frauen oft abgesprochen oder negativ bewertet. Wie Frauen diese Emotion aktiv für sich und den gesellschaftlichen Wandel nutzen können, darüber sprechen am 3. April um 19 Uhr im Haus der Frau in Linz die Philosophin Amani Abuzahra und Aktivistinnen von Catcalls of Linz. Auch online kann teilgenommen werden.

Symbolfoto (Foto: stock.adobe.com/master1305)
Symbolfoto (Foto: stock.adobe.com/master1305)

In traditionellen Rollenbildern gilt eine Frau als sanft und fürsorglich – Wut passt nicht dazu. Während Männer für ihre Durchsetzungskraft gelobt werden, werden wütende Frauen oft als hysterisch oder unhöflich abgewertet. Dabei kann „female rage“ eine wichtige Triebkraft für Veränderung sein.

Wie Frauen diese Kraft für sich nutzen können und welche Chancen sich daraus ergeben, wird in der Veranstaltung am 3. April gemeinsam diskutiert. Die Veranstaltung wird sowohl vor Ort im Haus der Frau (Volksgartenstraße 18, 4020) als auch online angeboten, um möglichst vielen Interessierten eine Teilnahme zu ermöglichen.

Catcalls of Linz & Amani Abuzahra über die Kraft der Wut

Philosophin und Autorin Amani Abuzahra beschreibt in ihrem Buch „Ein Ort namens Wut“ die politische Dimension dieser Emotion. Sie sieht enge Verknüpfungen zwischen Wut, Sexismus und Rassismus. Doch während manche Gruppen Raum für ihren Ärger bekommen, wird anderen ihre Wut abgesprochen oder negativ ausgelegt.

Mit an der Diskussion nehmen auch Catcalls of Linz teil, eine Initiative gegen Sexismus im öffentlichen Raum. Ihre Aktivistinnen schreiben sexualisierende Bemerkungen mit Kreide auf die Straße, um Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken. 2023 wurde das Projekt mit dem Frauenpreis der Stadt Linz ausgezeichnet. Catcalls of Linz zeigen, wie Wut in konstruktiven Aktivismus umgewandelt werden kann.


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