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LINZ. Frühaufsteher haben am Samstag, 24. Mai, gute Chancen, auch seltenere Vogelarten zu beobachten. Ornithologe (Vogelkundler) Herbert Rubenser führt über den St. Barbara Friedhof – ein wahres Paradies für Vögel. Treffpunkt ist um 7.30 Uhr beim St. Barbara Friedhof.

Kleiber am Friedhof St. Barbara (Foto: St. Barbara Friedhof/Clemens Frauscher)
Kleiber am Friedhof St. Barbara (Foto: St. Barbara Friedhof/Clemens Frauscher)

Mit seinem reichen Baumbestand ist der St. Barbara Friedhof in Linz optimaler Schutz- und Lebensraum für viele heimische Vogelarten. Neben „Klassikern“ wie Kohlmeise, Sperling (Spatz), Kleiber, Buntspecht oder Dohle lassen sich sogar Girlitz oder Grauschnäpper entdecken; eindeutig hörbar sind auch die Rufe des Zilpzalps oder des krächzenden Eichelhähers. Bei der ornithologischen Führung über den Friedhof am 24. Mai gibt es also einiges zu hören – und vielleicht auch zu sehen.

Vogelkundler Herbert Rubenser begleitet die Führung. Er ist bestens mit den gefiederten Tieren vertraut, war er doch lange an der naturkundlichen Station der Stadt Linz mit Arbeitsschwerpunkt Ornithologie beschäftigt. Treffpunkt ist um 7.30 Uhr beim Haupteingang des St. Barbara Friedhofs (Friedhofstraße 1, 4020). Denn früh am Morgen ist die beste Zeit für Vogelentdeckungen.

Die Führung ist kostenlos. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Unterschiedliche Vogelstimmen

Am Barbarafriedhof ist es selten still: Die schwarzen Amselmännchen mit ihren gelben Schnäbeln sind begnadete Sänger. Auch der Buchfink mit seinem typischen Ruf ist nur wenig menschenscheu. Das Rotkehlchen singt oft sein Abendlied, wenn es schon stark dämmert.

„Viele Friedhofsbesucher lieben das lebendige Zwitschern der Vögel. Bei uns gibt es viel Grün und viele Tiere – wenige Meter von der Linzer Landstraße entfernt. Manche nennen den St. Barbara Friedhof darum auch einen 'Waldfriedhof' mitten in der Stadt‘“, sagt Friedhofsverwalter Clemens Frauscher.

Naturbelassener Lebensraum

Der St. Barbara Friedhof ist die größte Grünfläche in der Linzer Innenstadt. Als Mischwald mit circa 1.200 Bäumen bietet er genügend Platz für mehrere Dutzend Vogelarten. Sowohl Vögel, die Siedlungsraum bevorzugen, als auch Waldvögel finden hier ausreichend Nistmöglichkeiten und Nahrungsangebot.

„Der Verzicht auf umweltschädigende Unkrautvernichtungsmittel sichert den Bestand zahlreicher Insekten, was wiederum in der Nahrungspyramide positiv auf die Vogelwelt positiv wirkt: Die gefiederten Freunde finden hier nicht nur Körner oder Samen, sondern auch tierische Nahrung in den Hecken“, berichtet Stefan Oberklammer, Landschaftsgärtnermeister am St. Barbara Friedhof.


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