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LINZ. Bis Ende Dezember 2025 geht das Frauenressort der Stadt Linz in Kooperation mit der Linz AG verstärkt in die Öffentlichkeit, um K.O.-Mitteln den Kampf anzusagen. Fünf Linienbusse und 20 City-Light Plakate in mehreren Sprachen vermitteln eine klare Botschaft: Die Verantwortung liegt nicht beim Opfer, sondern immer beim Täter! 

V. l.: Oona Valarie Serbest (Fiftitu%), Anne Brack (Frauenbüro), Vorstandsdirektorin Jutta Rinner, Frauenstadträtin Eva Schobesberger und Generaldirektor Erich Haider (Foto: Stadt Linz)

Die Kampagne „SO WHAT?! #notyourfault“ wehrt sich gegen die Verschiebung der Verantwortung zu den Betroffenen und macht deutlich: Verantwortlich sind immer die Täter. Es ist nicht die Aufgabe der Frauen, sich vor Gewalt zu schützen.

Die Kampagne umfasst 20 prägnante City-Light-Plakate in mehreren Sprachen sowie fünf große Sujets auf Bussen im städtischen Raum. Vorwürfe wie „Du warst ohne Begleitung unterwegs?“ werden mit der Phrase „SO WHAT?!“ (zu Deutsch: „NA UND?!“) übermalt. Das Statement „#notyourfault“ verdeutlicht, dass die Schuld nicht bei den Betroffenen gesucht werden darf, sondern bei den Tätern.

Die Kampagne setzt auf Prävention und die Sensibilisierung des Umfelds. „Vorwürfe und gut gemeinte Ratschläge an Betroffene lenken vom eigentlichen Problem ab: Täter nutzen K.O.-Tropfen, um ihre Gewalt auszuüben. Das ist ein strukturelles Problem und genau da müssen wir ansetzen“, betont Frauenstadträtin Eva Schobesberger.

„Als LINZ AG tragen wir Verantwortung für die Menschen in unserer Stadt. K.O.-Tropfen sind ein unsichtbares Risiko, das Jede und Jeden betreffen kann. In diesem Sinn unterstützen wir die Kampagne gern. Durch die Sujets auf den Bushecks erhöhen wir die Sichtbarkeit des Themas im öffentlichen Raum und unterstützen eine Initiative für eine Stadtgesellschaft, in der Gewalt keinen Platz hat“, so GeneraldirektorErich Haider. 

Alle Sujets der von FIFITU% gestalteten Kampagne enthalten zudem weiterführende Informationen zu Hilfsangeboten wie Hotlines oder Beratungsstellen. 

Anknüpfung an „Luisa ist da!“

Die Kampagne „Luisa ist da!“, ebenfalls eine Initiative von FrauenstadträtinEva Schobesberger, wird in Linz bereits seit über einem Jahr und seit Herbst 2024 gezielt in der Gastronomie erfolgreich umgesetzt. Dabei können sich Frauen mit der Frage „Ist Luisa da?“ an das Personal wenden und sich damit aus brenzligen Situationen befreien. 


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