LINZ. Die Stadt Linz hat erstmals mehr als 215.000 Einwohner. Konkret zählte die Stadt mit Stand 1. Jänner 2026 215.040 Hauptwohnsitze - ein Zuwachs um 976 Personen innerhalb eines Jahres. Damit hält der Wachstumstrend an, 2022 zählte man noch 208.890 Personen.
„Eine Stadt lebt und passt sich ständig den Bedürfnissen ihrer Bewohner und den Herausforderungen der Zeit an. Der Blick auf die Bevölkerungsentwicklung zeigt uns nicht nur, wo wir stehen, sondern auch, wo wir ansetzen müssen. Gerade in einer wachsenden Stadt wie Linz ist es entscheidend, vorausschauend zu planen – sei es bei der Infrastruktur, im Wohnbau oder bei sozialen Angeboten“, betont Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ).
Mehr Zuzüge
Das Bevölkerungswachstum des Jahres 2025 ist auf die Wanderungsbilanz (plus1.069 Personen) zurückzuführen. 15.881 Zuzügen stehen 14.812 Wegzüge gegenüber. Damit haben sich sowohl die Zuzüge als auch die Wegzüge gegenüber dem Vorjahr etwas verringert.
Anstieg bei Geburten
Die Zahl der Geburten bleibt hoch: so ist die Zahl der Neugeborenen gegenüber dem Vorjahr wenig angestiegen und liegt mit 2.027 knapp über der 2.000er-Marke. Vorläufige 2.107 Sterbefälle führen für das Jahr 2025 dennoch zu einer negativen Geburtenbilanz von minus 80 Personen.
Einen Rückgang gab es bei den Eheschließungen. 644 Paare gaben sich das Ja-Wort, 27 weniger als im Jahr zuvor. Dazu kamen 28 eingetragene Partnerschaften - nach 52 im Jahr 2024.
Kritik von der FPÖ
Kritik an der Entwicklung kommt von der FPÖ. „Der erneute Anstieg der Einwohnerzahl ist zum überwiegenden Teil auf Migration zurückzuführen, während immer mehr Linzer unserer Stadt den Rücken kehren“, so der freiheitliche Fraktionsobmann Wolfgang Grabmayr.
„Viele Eltern ziehen ins Umland, weil sie ihre Kinder nicht mehr in öffentliche Linzer Schulen schicken wollen, in denen der Migrantenanteil mittlerweile besonders hoch ist“, erklärt er.
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