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Für Sammelaktion für Notschlafstelle der Caritas in Linz werden Jacken gesucht

Steiner Christoph, 13.01.2026 15:57

LINZ. Unter dem Motto „Deine Jacke für Menschen in Not“ sammeln die SPÖ Ebelsberg und SPÖ St. Florian Jacken für bedürftige Menschen. Gerade die anhaltend tiefen Temperaturen setzen Menschen ohne warmes zuhause besonders zu. „Wir hoffen, dass sich wieder viele Personen bei der Spendenaktion beteiligen und wir auf diesem Weg Bedürftige wieder unterstützen können“, so Daniel Höllinger, Vorsitzender der SPÖ Ebelsberg. 

Zumindest Schlafsäcke sind in Zeiten wie diesen überlebenswichtig. (Foto: Ronny Rose - stock.adobe.com)

Die Jacken werden gemeinsam mit dem Linzer Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) an die Caritas Notschlafstelle übergeben. „Ich danke allen, die sich an dieser wichtigen Aktion beteiligt haben – sei es durch Spenden oder Organisation. Solche Solidarität zeigt, wie stark unsere Gemeinschaft ist und wie viel wir gemeinsam bewirken können“, betont Bürgermeister Dietmar Prammer.

„Diese Spendenaktion soll Menschen in Not in der kalten Zeit wieder Schutz bringen und verdeutlichen, dass wir zusammenhelfen und füreinander da sind“, ergänzt Vizebürgermeister Michael Mollner aus St. Florian.

Angebote in Linz

Wie berichtet gibt es in Linz etwa das Kältetelefon, das allerdings nicht immer besetzt ist. Auch Soziallandesrat Christian Dörfel (ÖVP) hatte für die Zeit extremer Kälte verstärkte Unterstützung zugesagt. „Niemand in Oberösterreich soll bei minus 10, minus 15 oder noch tieferen Temperaturen im Freien schlafen müssen. Sicherheitshalber aktivieren wir zusätzliche Notschlafplätze, die bereits im Herbst reserviert wurden. Damit helfen wir rasch und unbürokratisch. Oberösterreich lässt niemanden in der Kälte zurück,“ so der Landesrat während der Zeit der Tiefsttemperaturen.

Studierende fordern mehr Engagement

Mit einem Aufruf meldeten sich auch Studierende des Bereichs Soziale Arbeit der FH Linz zu Wort. Sie appellieren an die Zivilcourage der Menschen. Sie berichten von Sozialarbeitern, die über zu wenig niederschwellige Unterbringungsplätzen für wohnungslose Menschen klagen. 

Rundgang durch Linz

Im Rahmen eines Rundgangs durch Linz – vom Hauptplatz über den Schillerpark bis zum Bahnhof – kamen die Studierenden mit zahlreichen obdachlosen Menschen ins Gespräch. Viele schlafen auch im Winter im Freien. Ein Grund dafür ist die Notschlafstelle „Nova“, die pro Nacht fünf Euro kostet. „Ein Pärchen hat uns erzählt, dass sie sich zehn Euro pro Nacht einfach nicht leisten können“, berichten die Studierenden.

Mehr Wissen, mehr Zivilcourage

Die zentrale Erkenntnis der Studierenden: Nicht ein durchgehend besetztes Kältetelefon ist der wichtigste Hebel – sondern Information und Zivilcourage. Viele Menschen wissen nicht, dass das Kältetelefon keine Soforthilfe bietet. „Wenn jemand in akuter Not ist, soll man die Rettung rufen“, betonen sie. In anderen Fällen könne schon ein Gespräch, ein heißer Tee, eine Decke oder ein kurzer Check, ob alles in Ordnung ist, helfen.

Wichtig sei auch, das Kältetelefon dennoch zu informieren, damit Streetworker von B37 die betroffenen Personen aufsuchen können – nur eben nicht sofort.

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