Wissen aus erster Hand: Barmherzige Brüder begleiten werdende Eltern auf Instagram
LINZ. Neun Monate, 280 Tage und unzählige Fragen: Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Linz bringt medizinische Expertise dorthin, wo viele werdende Eltern mittlerweile zuerst suchen: auf Instagram.
Mit dem neuen Instagram-Kanal @schwanger_bruederlinz bietet das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Linz eine verlässliche Informationsquelle rund um Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach.
Gesundheitswissen aus sozialen Medien
Hintergrund ist ein verändertes Informationsverhalten: Soziale Medien sind für viele Menschen – besonders für junge Frauen – zur ersten Anlaufstelle bei Gesundheitsfragen geworden. Inhalte sind dort oft emotional und erfahrungsbasiert, aber selten medizinisch eingeordnet.
Genau hier setzt das Linzer Krankenhaus an. Ärzte, Hebammen, Pflegepersonen und Therapeuten arbeiten erstmals in dieser Form gemeinsam daran, komplexe medizinische Inhalte verständlich aufzubereiten.
„Schwangerschafts- und Geburtsfragen werden heute zunehmend über Social Mediagestellt. Dabei sind die Antworten oft zahlreich, schnell verfügbar und emotionalisiert, abernicht immer korrekt. Mit diesem Instagram-Kanal möchten wir medizinische Expertise aufeine zugängliche Weise bieten, die sowohl verständlich als auch wissenschaftlich fundiert istsowie die Vielfalt der Geburtshilfe widerspiegelt“, betont Lukas Hefler, Leiter der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe.
Wissen aus erster Hand
Der Kanal richtet sich an Schwangere, die sich informieren möchten, dabei aber Unterstützung bei der Einordnung benötigen. „Viele Schwangere kommendurchwegs auch in einer Situation der Verunsicherung zu uns, oftmals vorinformiert durchsoziale Medien. Unser Kanal soll helfen, Informationen richtig zu verstehen undeinzuordnen“, sagt Christiane Braumann, leitende Oberärztin der Pränataldiagnostik.
Thematisch reicht das Angebot von Impfungen und Nahrungsergänzungsmitteln über Untersuchungen bis hin zu Geburt und postnataler Betreuung. Rund 280 Videos, erstellt von etwa 50 Experten, basieren auf aktuellen Leitlinien und werden laufend ergänzt.
Auch Einblicke in den Klinikalltag sollen folgen, um sich ein realistisches Bild von den Abläufen machen zu können. „Wir wollen werdenden Müttern Möglichkeiten aufzeigen, damit sie sich sicher und gut unterstützt fühlen“, erklärt Hebamme Michaela Greiner.
Wissen und Vertrauen
Für das Krankenhaus ist der Schritt in die sozialen Medien Teil eines modernen Versorgungsauftrags. „Medizinisches Wissen beschränkt sich eben nicht mehr nur auf den klinischen Raum, sondern auch im digitalen Raum ist es wichtig, unseren Patient:innen Orientierung zu bieten“, so der Ärztliche Direktor Thomas Berger.
„Die Geburt war zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Angst geprägt, später von Technik –heute sollte sie dem Anspruch der Frauen gerecht werden und von Wissen und Vertrauengetragen sein. Wir sind stolz darauf, eine so zeitgemäße Form der Kommunikation zuwählen, um den Bedürfnissen der Eltern von heute gerecht zu werden“, sagt Richard Mayer, stellvertretender Abteilungsleiter und leitender Oberarzt der Geburtshilfe.
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