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LINZ. Im Zoo Linz ist erstmals die Handaufzucht eines Weißohrturakos gelungen. Der Jungvogel wurde von zwei Tierpflegern aufgepäppelt, nachdem die Elternvögel „Alex“ und „Bella“ das Ei nicht bebrütet hatten.

Der kleine Turako hat sich im Zoo Linz prächtig entwickelt. (Foto: Zoo Linz)
  1 / 5   Der kleine Turako hat sich im Zoo Linz prächtig entwickelt. (Foto: Zoo Linz)

Zunächst wurde das Ei in einen Wärmeschrank gelegt. Nach dem Schlupf folgte die Handaufzucht des Jungvogels. Tag für Tag wuchs der kleine Turako: Aus dem anfangs unscheinbaren grau-schwarzen Küken entwickelte sich nach und nach ein prächtiger Jungvogel.

Am sechsten Tag nach dem Schlupf wog das Tier gerade einmal 38 Gramm. Binnen fünf Wochen verfünffachte sich sein Gewicht auf über 200 Gramm. Gleichzeitig nahm auch die Nahrungsaufnahme stetig zu.

Zu Beginn wurde der Turako alle fünf Stunden mit einzelnen Futterperlen versorgt. Zwei Wochen nach dem Schlupf war der Bedarf des Jungvogels bereits so stark gestiegen, dass er pro Fütterung rund 20 Perlen verlangte.

Farbenprächtiges Gefieder

Mit vier Wochen begannen sich die artspezifischen Farben im Gefieder zu entwickeln. Auch die Fütterung wurde auf kleine Mengen Banane, Mango und Papaya erweitert. Heute zeigt der Weißohrturako bereits die typischen leuchtenden Farben seiner Art.

In ihrem natürlichen Lebensraum, den Waldgebieten Subsahara-Afrikas, leben Turakos paarweise und ziehen ihren Nachwuchs gemeinsam auf.

Selbst produzierte Pigmente

Bekannt sind die Vögel auch wegen einer besonderen Eigenschaft: Ihre intensiven roten und grünen Farben entstehen durch selbst produzierte Pigmente – ein einzigartiges Phänomen im Tierreich.

Schon bald steht der nächste große Schritt an: Der junge Turako wird in eine Außenvoliere neben der Voliere der Elternvögel übersiedeln und dort seine Umgebung selbstständig erkunden.


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