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Internationaler Vorlesetag (26. März): Seit 40 Jahren rollen Bücher durchs Kepler Uniklinikum

Nora Heindl, 26.03.2026 07:00

LINZ. Seit 40 Jahren bringt die „Bücherei auf Rädern“ des Kepler Uniklinikums Bücher direkt ans Krankenbett der Patienten – und damit auch Ablenkung, Trost und ein Stück Normalität.

Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen mit dem Bücherwagen (Foto: KUK)
Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen mit dem Bücherwagen (Foto: KUK)

Mehr als 20 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und zwei hauptamtliche Lesetherapeutinnen sorgen dafür, dass Erkrankte, Begleitpersonen, Besucher ebenso wie die Beschäftigen den passenden Lesestoff finden.

„Es macht mir Freude, dem Alter entsprechende Bücher zu finden und dann die strahlenden Augen zu sehen und auch die Begleitpersonen zum Lesen zu motivieren“, so die ehrenamtliche Mitarbeiterin Ingrid Gratz. Die Pensionistin ist bereits seit 2013 Teil des Teams. 

Vielfältiges Angebot in verschiedenen Sprachen

Das Angebot ist vielfältig. So gibt es Kontrastbücher für Babys, Comics, Erstlesebücher, Krimis und aktuelle Sachbücher.

Auch Bücher in verschiedenen Sprachen sind im Sortiment, denn im Klinikalltag kann das Lesen eines Buchs in der eigenen Muttersprache zu einem Stück Heimat werden. „Große Dankbarkeit und Freude erlebe ich oft, wenn ich ein Buch in der jeweiligen Muttersprache gefunden habe“, so eine ehrenamtliche Bibliothekarin.

Kostenloses Angebot

Das Ausleihen ist kostenlos und wird durch die dreiteilige Trägerschaft zwischen Kepler Uniklinikum, Diözese Linz und evangelischer Kirche ermöglicht. Die Bücherei entwuchs der evangelischen Krankenhausseelsorge im Jahr 1986.

Auch wenn sich seit damals viel verändert hat, gilt nach wie vor: Krankheit und Schmerz können durch das Eintauchen in Bücher in den Hintergrund rücken.

„Bei Babys und Kleinkinder singen wir oft, arbeiten mit Reimen oder verwenden Fühlbücher. Manche Kinder wollen aktiv sein, sodass wir mit ihnen spielen oder etwas Kreatives gestalten. Wenn Jugendliche Schmerzen haben oder traurig sind, tut es ihnen gut, wenn ich ihnen Geschichten vorlese. Ziel unserer Arbeit ist, das seelische und soziale Wohlbefinden der PatientInnen zu verbessern,“ so Tanja Radlmüller, Leiterin der Bücherei.


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