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LINZ. Nach 23 Monaten Umbauzeit und einer Investition von 20 Millionen Euro präsentiert sich die voestalpine Stahlwelt in Linz komplett neu. Herzstück der Ausstellung ist der sogenannte „Grid“, eine begehbare, hängende Stahlkonstruktion mit einem Gewicht von rund 140 Tonnen. 

Der Grid ist das Herzstück der neuen voestalpine Stahlwelt. (Foto: Artist Andreas Hofer)
Der Grid ist das Herzstück der neuen voestalpine Stahlwelt. (Foto: Artist Andreas Hofer)

Mit dem Grid hat die voestalpine ihrer Stahlwelt in Linz ein neues Wahrzeichen verpasst. Die begehbare Stahlkonstruktion hängt frei im Raum und ist nicht nur Ausstellungsfläche, sondern selbst ihr größtes Exponat der Stahlwelt. Rund 138 Tonnen Stahl wurden dafür verbaut, darunter 40 Tonnen der CO₂-reduzierten greentec steel Edition. Mehr als 8.500 einzeln steuerbare LED-Lichtpunkte setzen die Konstruktion zusätzlich in Szene.

Der Grid ist ein Unikat aus den eigenen Reihen des Konzerns. Die einzelnen Elemente wurden am voestalpine-Standort Krems vorgefertigt und anschließend in Linz millimetergenau montiert.

Symbol für den Wandel

Der Grid ersetzt das bisher prägende Symbol der Stahlwelt, den Tiegel, und symbolisiert die Weiterentwicklung der voestalpine vom klassischen Stahlproduzenten zum internationalen Technologie- und Industriekonzern.

„Die frühere Ausstellung hat nicht mehr die voestalpine repräsentiert, zu der wir uns in den letzten Jahren entwickelt haben und die wir heute glauben zu sein. Gerade die Nachhaltigkeit, die im alten Konzept mehr eine Randerscheinung war, ist ins Zentrum gerückt“, sagt Hubert Zajicek, Mitglied des Vorstandes der voestalpine AG und Leiter der Steel Division.

Stahl zum Angreifen

Die neue Stahlwelt präsentiert auf fünf Ebenen die Entwicklung des Konzerns – von der Unternehmensgeschichte über die Stahlerzeugung bis hin zu Zukunftstechnologien und greentec steel. Interaktive Stationen und digitale Anwendungen machen komplexe Themen verständlich. Gleichzeitig zeigt die Ausstellung, wo Produkte der voestalpine im Alltag zum Einsatz kommen – von Bahnsystemen und Fahrzeugen bis hin zu Raumfahrt und Medizintechnik.

„Die modernisierte voestalpine Stahlwelt macht sichtbar, wofür wir als global tätiger Stahl- und Technologiekonzern stehen: Innovation, Nachhaltigkeit und höchste technologische Kompetenz“, sagt CEO Herbert Eibensteiner. „Sie zeigt eindrucksvoll unser gesamtes Leistungsspektrum und die Bedeutung unserer Produkte für das tägliche Leben.“

Konzipiert und gestaltet wurde die neue voestalpine Stahlwelt vom international tätigen Atelier Brückner aus Stuttgart, das unter anderem Projekte wie die Tutanchamun-Galerie im Grand Egyptian Museum in Kairo, das BMW Museum in München ebenso wie die Motohall von KTM in Mattighofen realisiert hat.

Magnet für junge Menschen

Seit der Eröffnung im Jahr 2009 haben rund 750.000 Menschen die Stahlwelt besucht. Für die voestalpine ist sie längst mehr als ein Besucherzentrum: Sie dient als Schaufenster des Konzerns, beliebtes Ziel für Schulklassen und wichtiger Baustein bei der Gewinnung zukünftiger Fachkräfte.

Mit Erfolg: Die Bewerberquote bei der voestalpine liegt aktuell bei 1:10, Tendenz steigend. „Wir können aus einer zehnfachen Anzahl an Bewerbern auswählen. Auch das ist einzigartig“, betont Zajicek.


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