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LINZ. Vom ersten Kunstherz Oberösterreichs bis zu Robotik im Operationssaal und KI in der Diagnostik: Das Kepler Universitätsklinikum (KUK) hat sich in den vergangenen zehn Jahren zu einem der wichtigsten medizinischen Zentren Österreichs entwickelt. Zum Jubiläum blickt das Klinikum auf Meilensteine zurück – und richtet den Blick auf die Zukunft.

  1 / 3   Das Kepler Uniklinikum steht für medizinischen Fortschritt. Im Bild ein Herzeingriff im modernen Hybrid-OP (Foto: KUK)

Vor zehn Jahren wurden das AKh Linz, die Landes-Frauen- und Kinderklinik sowie die Landes-Nervenklinik Wagner-Jauregg zum KUK zusammengeführt. Ein herausfordernder Schritt, aus drei traditionsreichen Häusern entstand damit aber eine der größten Universitätskliniken Österreichs.

„Große Vision“

Am Beginn dieser Geschichte seien Leute mit unglaublich viel Enthusiasmus gestanden, die die große Vision hatten, in Oberösterreich eine Medizinausbildung, eine medizinische Fakultät und damit auch ein Uniklinikum zu bekommen, so Landeshauptmann Thomas Stelzer anlässlich des Jubiläums. Sein besonderer Dank gelte den mehr als 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die täglich für eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau sorgen. Denn trotz aller Wissenschaft, Forschung und Lehre gehe es immer um den Menschen. Gesundheits-Landesrätin, LH-Stellvertreterin Christine Haberlander spricht von einem Jubeltag für das Gesundheitsland OÖ. „Ich durfte die Entwicklung von Anfang an von den unterschiedlichsten Stellen aus begleiten, kann mich an die diversen Verhandlungen und Zusammenführungsgespräche erinnern. Das KUK ist da für die Patienten in der Basisversorgung, aber gleichzeitig auch Impulsgeber, Taktgeber und Motor für die Weiterentwicklung der Medizin und der Pflege“, betont sie das große Leistungsspektrum.

36.700 Babys

Haberlander nennt auch eine beeindruckende Zahl: Mehr als 36.700 Babys wurden am KUK in den letzten zehn Jahren zur Welt gebracht. Auch weitere Zahlen aus den ersten zehn Jahren zeigen die Dimension des Klinikums: Rund 815.000 stationäre und 3,1 Millionen ambulante Patienten wurden versorgt. Dazu kommen rund 255.000 Operationen.

„Eigentlich ein Wahnsinn, was sich entwickelt hat“

Die letzten zehn Jahre am KUK waren von zahlreichen Meilensteinen geprägt. Im Mittelpunkt der Entwicklung standen vor allem Fortschritte, die den Menschen direkt zugutekommen. Dazu zählen modernste Operationsmethoden, spezialisierte Kompetenzzentren wie das gerade eröffnete neue Psychiatrische Versorgungszentrum, oder neue Diagnoseverfahren. Bereits 2017 wurde einer der modernsten Hybrid-OPs Österreichs eröffnet. Es folgten robotergestützte Systeme für Wirbelsäulen-, Gelenks- und minimalinvasive Eingriffe. 2024 kam in Oberösterreich erstmals ein Roboter bei der Implantation eines Cochlea-Hörimplantats zum Einsatz. Gleichzeitig hielt KI Einzug in den Klinikalltag – etwa bei der Auswertung medizinischer Bilder.

„Wenn wir auf die letzten Jahre zurückblicken, ist es eigentlich ein Wahnsinn, was in der Medizin alles passiert ist“, so der Ärztliche Direktor Karl-Heinz Stadlbauer. Er betont vor allem die Miniaturisierung der Medizin: „Denken wir an Herzklappen-OPs, die mittlerweile minimalinvasiv durchgeführt werden können. Denken wir an unsere Kleinsten, Babys, die noch im Mutterbauch sind, wo wir intervenieren können.“ Mehr als 13.000 Eingriffe aller Art wurden bislang bereits vor der Geburt im Mutterleib durchgeführt. Zudem gilt das Kinderherz Zentrum Linz als europaweit führend bei pränatalen Herzeingriffen. In der Erwachsenenmedizin gelang 2019 die erste Kunstherz-Implantation in Oberösterreich.

Infrastruktur wächst

Neben der medizinischen Versorgung wurde in den vergangenen Jahren auch kräftig in Infrastruktur investiert. 40.000 Medizintechnikgeräte sind am KUK im Einsatz, nennt Günther Dorfinger, Kaufmännischer Direktor, eine imposante Zahl. Aktuell steht das KUK vor den ersten Bauarbeiten für das neue Kinderzentrum, „ein weiterer beachtlicher Meilenstein“.

Von Beginn an die Arbeit am KUK mitgestalten durfte Pflegedirektorin Simone Pammer. Sie unterstreicht den Stellenwert der Pflege und die Weiterentwicklung dieser auch im universitären Umfeld.

Geschäftsführer Meinhard Lukas betont ebenfalls die geleistete Pionierarbeit für ein Universitätsklinikum in OÖ. Das Klinikum werde seine Entwicklung fortsetzen: „Gemeinsam blicken wir auf eine Zukunft, in der universitäre Spitzenversorgung, Lehre und Forschung Hand in Hand gehen – für das Wohl unserer Patienten.“


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