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LINZ. Mit Herbstbeginn steigt auch das Risiko für Erkältungen. Viren verbreiten sich vor allem dort leicht, wo viele Menschen längere Zeit in geschlossenen Räumen zusammenkommen. Mit Hygiene, Bewegung, Schlaf und einer ausgewogenen Ernährung lässt sich das Ansteckungsrisiko senken.

 (Foto: Suzi Media/stock.adobe.com)
(Foto: Suzi Media/stock.adobe.com)

Wer kennt es nicht: Kaum ist der Herbst da, schon beginnen die Nase zu laufen und der Hals zu kratzen. Wer sich schützen möchte, kann bereits mit einfachen Hygienemaßnahmen Infekten vorbeugen. „Konsequentes Händewaschen, Niesen und Husten in die Armbeuge sowie regelmäßiges Lüften können dazu beitragen, Übertragungswege zu unterbrechen und das Risiko einer Ansteckung zu verringern“, weiß Johanna Holzhaider, Allgemeinmedizinerin und Kurienobmann-Stellvertreterin der niedergelassenen Ärzte in der Ärztekammer für Oberösterreich.

Auf den Lebensstil achten

Auch der Alltag beeinflusst die Abwehrkräfte. „Wer regelmäßig auf Bewegung, ausreichend Schlaf und eine ausgewogene Ernährung achtet, schafft gute Voraussetzungen, um gesund durch den Herbst und Winter zu kommen. Dabei ist es das Zusammenspiel vieler kleiner Gewohnheiten, das den Unterschied macht“, erklärt Claudia Westreicher, Allgemeinmedizinerin und 1. Vizepräsidentin in der Ärztekammer für Oberösterreich.

Es braucht nicht immer ein volles Sportprogramm. Tägliche Spaziergänge, kurze Radtouren oder die Treppe statt des Aufzugs bringen Bewegung in den Tag. Das stärkt Herz und Muskulatur, hilft beim Stressabbau und fördert das Wohlbefinden.

Ebenso wichtig ist erholsamer Schlaf. „Wer über einen längeren Zeitraum zu wenig schläft, fühlt sich nicht nur schneller erschöpft, sondern kann auch anfälliger für Infekte werden. Um fit durch den Herbst zu kommen, sollte man daher besonders auf einen gesunden Schlafrhythmus achten“, so Westreicher.

Saisonales Obst und Gemüse ergänzen den gesunden Lebensstil. Äpfel, Kürbis, Karotten und Kraut liefern Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe.

Infekt auskurieren

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen lässt sich nicht jeder Infekt verhindern. Wer krank ist, sollte zu Hause bleiben, sich schonen und körperliche Anstrengung vermeiden. „Bei einem vermeintlich harmlosen Infekt neigen viele dazu, ihren Alltag unverändert fortzusetzen. Dabei ist es wichtig, auf die Signale des Körpers zu achten und sich die notwendige Zeit zur Erholung zu nehmen. Ein nicht ausreichend auskurierter Infekt kann den Heilungsverlauf verzögern und das Risiko für Komplikationen erhöhen“, so Holzhaider.

Bei starken oder länger anhaltenden Beschwerden sowie einer deutlichen Verschlechterung des Zustands sollte ärztliche Hilfe eingeholt werden.

Vorsorge ernst nehmen

Der Herbst ist auch ein guter Zeitpunkt für Gesundheitschecks. „Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, empfohlene Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen und gemeinsam mit der Hausärztin oder dem Hausarzt zu besprechen, ob Auffrischungsimpfungen sinnvoll sind“, erklärt Westreicher.


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