Früherkennung kann Leben retten
LINZ. Mit den Petrol Ribbon Awareness Days am 8. und 9. Oktober setzen die Barmherzigen Brüder Linz ein starkes Zeichen gegen Unterleibskrebs. Warum Aufklärung, Vorsorge und Früherkennung so wichtig sind und was Besucherinnen bei der Veranstaltung erwartet, erklärt Prim. Univ.-Prof. Dr. Lukas Hefler, Vorstand der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Linz und am Ordensklinikum Linz sowie wissenschaftlicher Leiter der Petrol Ribbon Awareness Days.

Warum braucht es Veranstaltungen wie die Petrol Ribbon Awareness Days?
Prim. Univ.-Prof. Dr. Lukas Hefler: Unterleibskrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen und ist dennoch vielfach mit Unsicherheit und Tabus behaftet. Viele Betroffene kennen die Risikofaktoren oder Warnsignale nicht ausreichend. Mit den Petrol Ribbon Awareness Days wollen wir informieren, aufklären und Frauen dazu ermutigen, Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig in Anspruch zu nehmen. Denn gerade bei gynäkologischen Krebserkrankungen gilt: Je früher eine Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.
An wen richtet sich die Veranstaltung?
Hefler: Die Veranstaltung richtet sich an alle Frauen, unabhängig vom Alter. Besonders empfehlen wir den Besuch aber Frauen in und vor allem nach den Wechseljahren, aber auch jüngeren Frauen, die sich über Vorsorge und Früherkennungsmaßnahmen informieren möchten.
Warum sollte man sich die Zeit für einen Besuch nehmen?
Hefler: Weil Wissen Leben retten kann. Unsere Experten vermitteln verständlich und praxisnah, worauf Frauen achten sollten und welche Vorsorgemöglichkeiten es gibt. Besucherinnen können Fragen stellen und erhalten fundierte Informationen aus erster Hand. Ziel ist es, Berührungsängste abzubauen und Frauen Sicherheit für den Umgang mit ihrer Gesundheit zu geben.
Welche Themen stehen im Mittelpunkt?
Hefler: Im Rahmen der Awareness Days informieren wir unter anderem über Krebsprävention, Früherkennungsuntersuchungen, Wechselbeschwerden, Blutungen nach der Menopause sowie aktuelle Zusammenhänge zwischen Adipositas und Gebärmutterschleimhautkrebs. Außerdem sprechen wir darüber, welche Symptome ernst genommen und ärztlich abgeklärt werden sollten.
Ein besonderer Blickfang ist das erste begehbare Gebärmuttermodell Österreichs. Was erwartet die Besucherinnen?
Hefler: Mit einer Größe von 6,90 mal 5,20 Metern eröffnet das Modell eine außergewöhnliche Perspektive auf die Gebärmutter. Interessierte können sich anschaulich über verschiedene Erkrankungen informieren. Medizinische Zusammenhänge, die auf Abbildungen oft abstrakt bleiben, werden dadurch anschaulich und leicht verständlich. Das Modell ermöglicht einen niederschwelligen Zugang zu einem Thema, über das noch immer zu selten gesprochen wird.








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