Friedensstadt Linz: Kunst gegen das Bombardieren von Zivilisten
LINZ. Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Friedensstadt Linz hat das Künstler-Duo Video.Sckre ein Mural am St. Barbara Friedhof gestaltet, um auf die schrecklichen Folgen von Bombenangriffen auf die Zivilbevölkerung aufmerksam zu machen.

Das Wandgemälde im Bereich der Weltkriegsgedenkstätten unterstützt die Kampagne „Stop Bombing Civilians“ der Hilfsorganisation und Co-Friedensnobelpreisträgerin Handicap International.
„Unser Mural an der Wand des Barbara-Friedhofs ist allein durch die Einladung an diesen Ort mehr als nur eine dekorative Wandmalerei. Als Teil einer Gedenkstätte verbindet es einen historisch geprägten Ort mit der Gegenwart. Mit ‚Stop Bombing Civilians‘ richtet sich die Arbeit gegen Gewalt an Zivilistinnen und Zivilisten – bewusst ohne Bezug auf einen konkreten Konflikt, ein Land, eine Ethnie oder Religion. Die künstlerische Abstraktion schafft Raum für persönliche Identifikation und lädt dazu ein, die Verbindung zwischen Geschichte und Gegenwart selbst zu hinterfragen“, erzählen die Künstler Julia Heinisch und Frederic Sontag.
40 Jahre Friedensstadt Linz
Das Mural ist anlässlich 40 Jahre Friedensstadt Linz entstanden. „Die Stadt Linz engagiert sich in ihrer Rolle als Friedensstadt seit 1986 aktiv für den Frieden. Die Friedenserklärung wird jährlich aktualisiert und im Gemeinderat beschlossen. Leider erinnern uns Nachrichten aus aller Welt täglich über die verheerenden Folgen von Kriegen für die Zivilbevölkerung. Ich halte dieses zeitgenössische Kunstwerk für sehr wichtig und gerade in Verbindung mit der bewussten Wahl des Ortes für absolut notwendig und gelungen“, betont Bürgermeister Dietmar Prammer.
„Die Auswirkungen von Explosivwaffen in Wohngebieten sind verheerend. 90 Prozent der Opfer stammen aus der Zivilbevölkerung. Wir wollen mit unserer Kampagne ‚Stop Bombing Civilians‘ dazu aufrufen, dass menschenverachtende Bombardierungen der Zivilbevölkerung beendet werden müssen. Außerdem ist es dringend geboten, dass sich die internationale Staatengemeinschaft mehr für die Opfer und für die Räumung von Blindgängern in bombardierten Gebieten einsetzt“, erklärt Inez Kipfer-Didavi, Geschäftsführerin von Handicap International Deutschland.








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