„Mission Traumberuf“ bringt echte Berufswelten ins Klassenzimmer
LINZ. Wie sieht der Alltag eines Data Scientists aus? Was macht eine Softwareentwicklerin – und welcher Beruf passt zu den eigenen Stärken? Die Linzer Initiative „Mission Traumberuf“ bringt junge Menschen mit Berufsvorbildern zusammen. Unternehmen wie KEBA ermöglichen dabei persönliche Einblicke in unterschiedliche Arbeitswelten.

Hinter „Mission Traumberuf“ steht die Linzer Kommunikationsmanagerin Nina Schöfl. Ihr Ziel ist es, jungen Menschen Berufsorientierung abseits von Bildschirmen zu ermöglichen. Statt Berufsbilder nur online kennenzulernen, treffen Schüler auf Menschen, die aus ihrem tatsächlichen Berufsalltag erzählen, Fragen beantworten und persönliche Erfahrungen weitergeben.
Große Bandbreite
Die Bandbreite reicht von klassischen Berufen wie Pilot oder Justizwachebeamter bis hin zu Gerichtszeichner, Moderator, Innovationsmanager oder Data Scientist. Für Schöfl sollen diese Begegnungen jungen Menschen dabei helfen, herauszufinden, welcher Berufsweg zu ihnen passen könnte.
KEBA macht technische Berufe greifbar
Zu den Unternehmen, die die Initiative unterstützen, gehört die KEBA Group AG. Das Linzer Technologieunternehmen stellt Mitarbeiter aus unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern als Berufsvorbilder zur Verfügung. Dadurch erhalten Schüler aus erster Hand Einblicke in Berufe rund um Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Innovation und Softwareentwicklung.
Einer von ihnen ist Markus Gutenberger, Data Scientist bei KEBA. Er schätzt vor allem den direkten Austausch mit den Jugendlichen: „Die Schulbesuche sind mega und ich bin überzeugt davon, dass dieser authentische Einblick in verschiedene Berufsbilder einen Mehrwert für Schüler bringt.“
Auch Softwareentwicklerin Hannah Fehringer möchte Jugendlichen zeigen, welche Möglichkeiten ihnen offenstehen. „Mir persönlich ist es wichtig, jungen Menschen bereits früh zu zeigen, was für coole Berufe es überall gibt und dass jeder fähig ist, alles zu erlernen.“
„Brauchen die smartesten Köpfe des Landes“
KEBA-Vorstandsvorsitzender Christoph Knogler sieht in jungen Talenten einen wichtigen Faktor für die weitere Entwicklung des Unternehmens.
„Wir bei KEBA haben auch die nächsten Jahre viel vor – dabei begleitet uns immer unser Motto ‚Automation by Innovation‘. Und dafür brauchen wir die smartesten Köpfe des Landes“, sagt Knogler.
Für die teilnehmenden Unternehmen bietet „Mission Traumberuf“ die Möglichkeit, Mitarbeitern eine Bühne zu geben. Sie stehen bei den Begegnungen im Mittelpunkt und berichten persönlich darüber, was ihre Tätigkeit ausmacht und wie ihr Arbeitsalltag tatsächlich aussieht.
Prominente Botschafter unterstützen die Initiative
Im August 2026 machte „Mission Traumberuf“ einen weiteren Schritt: Mit woom-Mitgründer Marcus Ihlenfeld, Medienmacherin Uschi Pöttler-Fellner und ORF-Moderatorin Eva Pölzl unterstützen nun drei bekannte Persönlichkeiten die Initiative als Botschafter.
Sie verbindet laut Initiatorin Schöfl, dass sie in ihrem eigenen Berufsleben eine Tätigkeit gefunden haben, die sie erfüllt. Diese Begeisterung möchten sie an junge Menschen weitergeben.
Persönliche Begegnungen als Herzstück
Zwar bietet „Mission Traumberuf“ auch einen Online-Community-Bereich, in dem Schüler Informationen nachlesen und Kontakt zu Vorbildern und Unternehmen aufnehmen können. „Das Herzstück von Mission Traumberuf sind jedoch bewusst die Begegnungen – im echten Leben“, betont Initiatorin Nina Schöfl.
Auch Wilbirg Binder, Direktorin des an der Initiative „Mission Traumberuf“ teilnehmenden Körnergymnasiums Linz, sieht darin eine Chance für Jugendliche, Vorbilder kennenzulernen und zu erleben. Genau hier setzt die Initiative an: Berufsbilder sollen greifbarer werden und junge Menschen dazu ermutigen, unterschiedliche Möglichkeiten für ihre eigene Zukunft zu entdecken.
Mit den drei neuen Botschaftern Marcus Ihlenfeld, Uschi Pöttler-Fellner und Eva Pölzl soll die Initiative nun auf jeden Fall weiter wachsen. Nach dem Start in Oberösterreich plant Nina Schöfl, „Mission Traumberuf“ künftig auch in weiteren Bundesländern anzubieten und dort Schüler mit Berufsvorbildern zusammenzubringen.








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