Demenzkurs für Angehörige in Linz
LINZ. Wie gelingt der Alltag mit einem Angehörigen, der an Demenz erkrankt ist? Ein dreiteiliger Caritas-Kurs in Linz bietet ab Montag, 19. Oktober, praktische Hilfe und Raum für Austausch. Die Teilnehmer lernen, das Verhalten besser zu verstehen und die Kommunikation zu erleichtern.

Wenn ein Familienmitglied Namen oder Vereinbarungen vergisst und im Alltag nicht mehr zurechtkommt, stehen Angehörige vor vielen Fragen. Unbegründete Schuldzuweisungen können das Zusammenleben zusätzlich belasten.
Im P.A.U.L.A.-Kurs (Pflegende Angehörige: Unterstützen – Lernen – Austauschen) erklärt die zertifizierte Demenzexpertin Jennifer Nieke die Hintergründe der Erkrankung. Sie zeigt Möglichkeiten der Kommunikation und gibt Anregungen für konkrete Alltagssituationen. Eine Demenzdiagnose ist für die Teilnahme nicht erforderlich.
„Der Umgang mit Menschen, die an Demenz erkrankt sind, ist eine enorme Herausforderung. Missverständnisse entstehen schnell. Worte oder Handlungen wirken manchmal verletzend, obwohl das nicht die Absicht ist“, sagt Helene Kreiner-Hofinger von der Caritas-Servicestelle Pflegende Angehörige Linz. „Unser Ziel ist, durch Wissen und Austausch die Situation für alle Beteiligten zu erleichtern und Stress zu reduzieren.“
Drei Termine mit Zeit zum Ausprobieren
Der Kurs findet am 19. Oktober, 9. November und 23. November jeweils von 16.30 bis 19 Uhr im Caritas-Seniorenwohnhaus Karl Borromäus statt. Der Eingang liegt in der Harrachstraße 23. Zwischen den Terminen können die Teilnehmer das Gelernte im Alltag erproben und beim nächsten Treffen Fragen dazu stellen.
Die Teilnahme kostet 95 Euro. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Rückerstattung möglich. Informationen dazu gibt es auf www.pflegeinfo-ooe.at.








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