Renaturierung der Unteren Traun: neuer Lebensraum für Fische im Linzer Stadtgebiet
LINZ. Mit dem Spatenstich für die Renaturierung der Unteren Traun bekommt der Fluss im Linzer Stadtgebiet wieder mehr Raum. Auf 1.340 Metern zwischen Ebelsberger Brücke und Eisenbahnbrücke soll die Traun Schritt für Schritt naturnäher und lebendiger werden.

Jahrzehntelang wurde die Traun eingeengt und reguliert. Im Linzer Stadtgebiet erhält sie nun wieder mehr Platz. Im Rahmen des Projekts „LIFE IRIS Untere Traun“ wird die Flusssohle angehoben und der Flusslauf abwechslungsreicher gestaltet. So entstehen flache Bereiche, in denen Fische laichen können, geschützte Rückzugsräume für Jungfische und tiefere Stellen, die ihnen im Winter Schutz bieten.
„In der Stadt Linz wurden in den letzten Jahren bereits zahlreiche Renaturierungsprojekte umgesetzt und sie alle haben eines gemeinsam: es profitieren sowohl die Natur als auch die Linzerinnen und Linzer von der Umgestaltung. Ich freue mich, dass nun auch mit der Renaturierung der Traun in Linz begonnen wird“, sagt Umweltstadträtin Eva Schobesberger.
Fischfallen werden beseitigt
Zurückgebaut wird auch eine bestehende Niederwasserregulierung. Dadurch verschwinden Bereiche, in denen Fische bei niedrigem Wasserstand gefangen bleiben können. Die Maßnahmen bremsen zudem die weitere Eintiefung der Traun.
„An der Unteren Traun geben wir dem Fluss wieder mehr von seiner natürlichen Struktur zurück und schaffen wichtige Laichplätze und Rückzugsräume für unsere heimischen Fischarten“, betont Agrar- und Fischerei-Landesrätin Michaela Langer-Weninger.
Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder betont: „Die Traun gehört zu unserer Landschaft und wir geben ihr jetzt ein Stück von ihrer natürlichen Vielfalt zurück.“
Bund und EU finanzieren das Projekt
Das Projekt „LIFE IRIS Untere Traun“ hat ein Volumen von 2,81 Millionen Euro und wird über das Umweltförderungsgesetz vom Bund sowie von der Europäischen Union im Rahmen des LIFE-Programms finanziert.
„Mitten im Linzer Stadtgebiet geben wir dem Fluss wieder mehr Raum und schaffen damit neue wertvolle Lebensräume für die Natur und die Menschen. Gleichzeitig stärken wir damit widerstandsfähige Flusslandschaften, die Wasser sowohl bei Hochwasser als auch in Trockenzeiten besser in der Landschaft zurückhalten können. Genau diesen Weg wollen wir konsequent weitergehen und erfolgreiche Lösungen wie diese auch auf andere österreichische Flüsse übertragen“, betont Umweltminister Norbert Totschnig.








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