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LINZ. In Österreich erlebt mindestens jede fünfte Frau Gewalt in der Partnerschaft. Diese Gewalt ist alltäglich und dennoch ein Tabuthema. Das Frauenbüro der Stadt Linz versucht mit verschiedenen Maßnahmen, Frauen und Mädchen zu stärken und setzt beim Thema Gewaltprävention einen Schwerpunkt in Linzer Pflichtschulen.

Weltweit ist Gewalt an Frauen die häufigste Menschenrechtsverletzung. Foto: Wodicka
Weltweit ist Gewalt an Frauen die häufigste Menschenrechtsverletzung. Foto: Wodicka

Speziell sexuelle Gewalt ist noch immer ein Tabuthema: In altersgerechten Workshops für Volksschulen und Neue Mittelschulen wird dringend notwendige Präventionsarbeit geleistet.Die Präventionsangebote umfasst außerdem jeweils einen Informationsabend für Eltern und Pädagogen und eine Vor- und Nachbereitung mit den Klassenpädagogen. Durchgeführt werden die Workshops von Expertinnen des Vereins PIA, die jahrelange Erfahrungen in Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Bereich Prävention haben.

Auch dem Internet widmet das Frauenbüro kostenlose Workshops – „Gefahrenpotenziale der Neuen Medien“ lautet der Titel. Die Inhalte sind speziell auf Schülerinnen der 2. und 3. Klasse der Neuen Mittelschulen zugeschnitten, die Referentin kommt von Saferinternet. Im Mittelpunkt der Workshops stehen Informationen und Aufklärung über Risiken im Internet (grooming, sexting), soziale Netze, peinliche Fotos, mein digitales Image (was weiß Google über mich?), Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook, Rechte am eigenen Bild sowie Informationsquellen im Internet.

Im Mittelpunkt des Workshops „Mit uns nicht“ für die 4. Klasse NMS und die Polytechnischen Schulen stehen Informationen und Aufklärung über Gewalt, das Wahren persönlicher Grenzen und das Benennen eigener Bedürfnisse. Information und Aufklärung kann nicht nur das Selbstbewusstsein der Mädchen stärken, sondern auch vor sexuellen Übergriffen schützen. Im Jahr 2016 werden 25 Workshops angeboten.

Mehr zum Frauenbüro gibt es unter www.linz.at/frauen/4872.asp


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