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Linz. Unser Lieblingsgetränk nach dem Leitungswasser: der Kaffee. Ob mit Milch, Zucker oder pur, aus Kapseln, aus dem Vollautomaten oder mit der guten alten Filtermaschine gebraut - im Schnitt trinkt jeder Österreicher mindestens zwei Tassen Kaffee am Tag. Grund genug um der Bohne am 1. Oktober einen Ehrentag zu widmen. 

Ein Hoch auf die Bohne.
Ein Hoch auf die Bohne.

Um kaum ein anderes Lebensmittel ranken sich so viele Mythen und Volksweisheiten wie um Kaffee. Ob gesund oder nicht sei dahingestellt - zwei drittel der Österreicher starten ihren Tag mit einer Tasse frischen Kaffee. 

Mehr als ein Koffeinkick

Eine Kaffeebohne enthält zwischen 0,8% und 2,5% Koffein. Der Koffeingehalt in einer Tasse Kaffee hängt aber von Bohnensorte, Menge und Zubereitungsart ab. Es ist deshalb schwierig festzulegen, wie viel Koffein in einer Tasse Kaffee enthalten ist.

Als Richtwerte gilt: 

Filterkaffee  (150 ml) – ca. 80 mg Koffein

Espresso (50 ml) – 50 bis 150 mg Koffein

Cappuccino – ca. 27 mg Koffein

Doch das Koffein alleine macht den Kaffee bei weitem nicht aus: “Man sieht es einer rohen Kaffeebohne gar nicht an, es wurden schon über 1.000 Aromastoffe nachgewiesen“, verrät Kaffeeexperte Johannes Hüthmair, SCAE-Barista. Das ist bei weitem mehr als in Wein.

Wenn der Magen den Kaffee nicht verträgt

Dann liegt es meist an  den Bohnen, der Röstung oder der Zubereitungsart. „Das ist eine Qualitätssache“, weiß Johannes Hüthmair von Gori-Kaffee. „Prinzipiell gilt, je schonender und länger geröstet wird, desto weniger Säuren sind im Kaffee enthalten. Wenn also zu kurz geröstet wird, werden die Säuren nicht abgebaut. Das kann zu Magenschmerzen und/oder Sodbrennen führen.“ Der „Kaffee-Sommelier“ setzt auf das Trommelröstverfahren. Bei ihm werden die Kaffeebohnen 15-20 Minuten, etwa 200 Grad, geröstet.

Cappuccino und Melange – der Unterschied

Auf den ersten Blick sind sich der Cappuccino und die Melange sehr ähnlich, aber der feine Unterschied liegt im Detail. Im Originalrezept wird der Cappuccino zu einem Drittel aus einem Single-Espresso und zwei Drittel cremigen, halbflüssigen Milchschaum zubereitet. Dieser wird zügig auf den Espresso gegossen, wobei sich die braune Crema des Espressos oberhalb des Schaums absetzt und ihm seine charakteristische Marmorierung verleiht. Die Verzierung mit Kakaopulver ist im Ursprungsrezept nicht vorgesehen. Die Basis der Wiener Melange ist ein längerer Espresso bzw. Mokka. Hier wird nicht nur Milchschaum, sondern auch heiße Milch zugegossen.

Kaffee auf Knopfdruck

Vor etwa zehn Jahren ging es los mit den ersten Kapselmaschinen. Mittlerweile liege der Anteil bei 42 Prozent. Zusammen mit Pad-Maschinen seien Einzelportionssysteme in mehr als der Hälfte aller österreichischen Haushalte vertreten. Das bestätigt auch, dass Herr und Frau Kaffeeliebhaber bereit sind bis zu 70€ fürs Kilo Kaffee auszugeben. 

Kaffeezeit

Der Neurowissenschaftler Steven Miller von der University of Health Science in Maryland hat den hat den natürlichen Körperrhythmus untersucht. Demnach ist zwischen 9:30 und 11:30 Uhr die beste Zeit, um Kaffee zu trinken. Denn direkt nach dem Aufwachen ist der Cortisol-Spiegel in unserem Blut sehr hoch – ein körpereigenes Hormon, das uns wach macht. Deshalb empfiehlt Miller, die ersten 90 Minuten nach dem Aufstehen keinen Kaffee zu trinken. Übrigens: auch zwischen 12 und 13 Uhr sowie zwischen 17:30 und 18:30 Uhr ist es laut dem Wissenschaftler ungünstig, Kaffee zu trinken.

Beethoven, der Kaffeeexzentriker

Ludwig van Beethoven pflegte seinen morgendlichen Kaffee mit exakt 60 abgezählten Bohnen zuzubereiten. Dies entspricht in etwa der Menge von 8 Milligramm, soviel wie man heute für die Zubereitung von einem Espresso verwendet (als Richtwert gelten 50 Bohnen).


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