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Mit dem Projekt „Glück schenken“ hat es sich die Ärztin Manuela Baumgartner zum Ziel gesetzt, Kindern mit Entwicklungsbeeinträchtigungen Zeit und Raum zu geben, aber auch die Sorgen und Ängste der Eltern und Geschwister im Rahmen einer Intensivwoche in den Mittelpunkt zu stellen. Der Lions Club Linz 2000 und die Tips-Leser unterstützen das besondere Engagement im Rahmen der „Aktion Glücksstern“ aktiv.

  1 / 2   Die Lions 2000 und die Tips-Leser machen es möglich: eine Woche „Glück schenken“ für Kinder mit Entwicklungsbeeinträchtigungen und ihre Familien. Foto: Michael Bösendorfer

„Meine Botschaft ist, dass das Leben unserer Kinder lebenswert und unabhängig von allgemein gültigen Normen und Leistungen eine Bereicherung für unsere Gesellschaft ist“, erzählt Manuela Baumgartner, die Leiterin der Neuropädiatrischen Ambulanz im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz. Mit „Glück schenken“ werden nicht nur entwicklungsbeeinträchtigte Kinder, sondern auch ihre Eltern und Geschwister im Rahmen einer Intensivwoche in den Mittelpunkt gerückt, denn „nach der Diagnose ist für die ganze Familie nichts mehr, wie es früher war“, wird Baumgartner nachdenklich.

Bis an die eigenen Grenzen

Kinder mit Entwicklungsbeeinträchtigungen sind in der Regel therapeutisch und medizinisch gut versorgt, auch betroffene Eltern leisten Großartiges. Jedoch bringen psychische und körperliche Belastungen sie oft an die eigenen Grenzen des Möglichen. Auf die Eltern und auch auf die Geschwister werde jedoch noch viel zu wenig Augenmerk gelegt, obwohl sie die wichtigsten Bezugspersonen sind. Mit einer Behinderung rechnet natürlich niemand, man wird von der Realität überrascht und muss sich von vielen Wunschvorstellungen verabschieden. Dieser Prozess ist nie leicht und spielt in alle Beziehungsebenen der Familie hinein. „Eltern- und Geschwisterarbeit habe ich zwar schon immer als sehr wichtig angesehen, im Laufe meiner jahrelangen Tätigkeit als Neuropädiaterin gewinnt sie aber mehr und mehr an Bedeutung. Jeder Einsatz diesbezüglich lohnt sich“, ist Oberärztin Baumgartner sicher. Hier setzt das Projekt konkret an, die jährlich stattfindenden Intensivwochen zielen darauf ab, Familien in Form einer Projektwoche zu unterstützen und zu begleiten. Die Bedürfnisse der Eltern und Geschwister werden in den Vordergrund gerückt. In entspannter Atmosphäre wird Zeit und Raum geschaffen, um Fragen und Sorgen anzusprechen und gemeinsam aufzuarbeiten.

Umfassende Therapien

Die Erfahrungen der Referenten sowie der Familien selbst bringen neue entlastende Sichtweisen. Jeder Familie stehen eine 40-Stunden- Kinderbetreuung und umfassende Therapien zur Verfügung. Stärkung des Selbstbewusstseins, die Vermittlung des Gefühls „ich bin nicht alleine“ und die Weiterentwicklung eigener Fertigkeiten. Auch Geschwister sind meist durch die besondere Familiensituation belastet. Sie müssen zurückstecken und können oft nicht mit der Behinderung ihrer Geschwister umgehen. Ganz bewusst werden sie daher in dieser Woche in den Vordergrund gerückt und in speziellen „Geschwistergruppen“ gestärkt.

Von Spendengeldern finanziert

Der Lions Club Linz 2000 unterstützt Baumgartner und ihr engagiertes Projekt „Glück schenken“, das seit 1994 existiert und ausschließlich von Ehrenamtlichen getragen und von Spendengeldern finanziert wird, seit vielen Jahren. Ein Team von Ärzten, einer Psychologin und Kinderbetreuern steht den Familien während der Intensivwoche rund um die Uhr zur Verfügung.

Infos:

Lions Club Linz 2000

Bank: VKB Linz,

IBAN: AT58 1860 0000 1050 7507

BIC: VKBLAT2L

Verwendung: AKTION GLÜCKSSTERN

Info: www.glueck-schenken.at


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