Schwerbrandverletztenstation am UKH wird geschlossen
LINZ. Wie bereits vor längerer Zeit angekündigt, wird die Spezialbehandlungseinheit für Schwerbrandverletzte im Linzer UKH – die auch außerhalb Österreichs einen ausgezeichneten Ruf genoss – mit Jahresende geschlossen.

Dem geht ein einstimmiger Beschluss der zuständigen AUVA-Gremien voraus. Anlass für diesen Schritt ist die Pensionierung ihres Spezialisten für den Bereich der Behandlung (Schwer-)Brandverletzter und der damit verbundene Verlust der Expertise. Auch kann die für eine Aufrechterhaltung und Sicherstellung der Qualität erforderliche Fallzahl nicht erreicht werden: So wurden im letzten Jahr nur noch 10 Schwerbrandverletzte im Linzer UKH behandelt. Zur langfristigen Sicherstellung einer optimalen medizinischen Expertise wären wesentlich höhere Fallzahlen erforderlich. Die Schließung der Brandverletzteneinheit im Linzer UKH erfolgte in enger Abstimmung mit dem Land Oberösterreich.
Spezialabteilungen in Wien und Graz
Für Patienten bedeutet die Schließung, dass Schwerbrandverletzte künftig nicht mehr im Bundesland behandelt werden. Die Patienten werden entweder direkt oder nach Erstversorgung und Stabilisierung nach Wien oder Graz gebracht. Nicht so schwere Fälle werden weiterhin in oberösterreichischen Krankenhäusern behandelt.


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